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Kurze Zusammenfassungen der Sessions “Ilka” 2- 8
+ eine ausführliche Zusammenfassung von 9. bis 12. Session
2. Session: “Raum der Liebe”
In dieser Session heilt die Klientin ihre Verletzungen aus den Beziehungen
zu ihrer ersten und zweiten Großen Liebe, die zu 5 % (siehe 1. Session)
an der Entstehung von ihrem Brustkrebs beteiligt sind.
Sie kann sich nun ohne Groll und in Liebe von beiden Männern verabschieden
und wird damit wieder frei für eine neue Partnerschaft.
Indem sie auf der Zeitachse in die Zukunft geht, trifft sie ihren neuen
“Traumprinzen”, der ihr bei der Heilung ihrer Krankheit zur
Seite stehen will.
3. Session “Gefängnis”
Im diesem Raum erkennt die Klientin, wie sehr sie sich selbst eingeengt
und unter Druck gesetzt hat, so daß sie - symbolisch - in einem
Gefängnis gelebt hat. Der Grund waren ihre tiefen Schuldgefühle
ihrem Vater gegenüber (zu 80 % an ihrem Brustkrebs beteiligt).
Ihr gelingt nun die Aussöhnung mit ihrem Vater: Sie kann ihn um Verzeihung
bitten, die auch gewährt wird. Und so entsteht im Laufe der Auseinandersetzung
eine ganz neue Verbindung, die sich immer mehr vertieft und von der Klientin
tief bewegt in sich aufgenommen wird. Sie wird sich in den folgenden Session
noch weiter vertiefen.
4. Session “Selbstwert”
Die Klientin schreibt “Selbstwert” auf die Tür und landet
bei dem Satz ihres Vaters: Du bist dumm. In einer langen Auseinandersetzung
erkennt der Vater, wie sehr er sie damit verletzt und ihr Selbstwertgefühl
beschädigt hat. Auch in dieser Session geht es wie in der vorigen
um Verzeihung und Aussöhnung, aber dieses Mal ist es der Vater, der
sich entschuldigt und den verhängnisvollen Satz offiziell zurücknimmt.
Darüber hinaus zollt er seiner Tochter nun endlich die ersehnte Anerkennung
und ist froh und stolz, daß sie so ist, wie sie ist. Ein tiefes
Verständnis füreinander entsteht, und die Klientin genießt
die Liebe und Nähe ihres Vaters.
5. Session “Lebenssinn”
Die Klientin löst den Konflikt, den das Erbe ihres Vaters in ihr
ausgelöst hat. Er möchte, daß sie sein Geld vermehrt (Familientradition),
und sie möchte ihre Lebensfreude wiederfinden. Sie findet einen Weg,
wie sie beides miteinander verbinden kann, und entdeckt auf dem neuen
beruflichen Weg, daß sie mit dieser Neuorientierung auch ihren Lebenssinn
gefunden hat.
Auch in dieser Session vertieft sie damit wieder die Übereinstimmung
und Verbundenheit mit ihrem Vater.
6. Session “Past Life”
In dieser Session gelingt es der Klientin, das Leeregefühl in ihrem
Unterleib (zu 10 % am Brustkrebs beteiligt) aufzulösen und diesen
Bereich wieder mit Lebendigkeit zu erfüllen.
Das wird allerdings erst möglich, nachdem sie sich in einem Past-Life-Erlebnis
von einem Fluch befreit hat, der - symbolisiert durch ein überdimensionales
Ohr - auf ihr gelegen hat.
Zugleich bearbeitet sie damit noch einmal den Konflikt, in den sie ihre
erste Große Liebe gebracht hat. In beiden Fällen geht es um
ihre Liebesbeziehung, die durch die Gemeinschaft abgelehnt wird.
7. Session “Mama”
Die Klientin befreit sich in dieser Session von den Schuldgefühlen
gegenüber ihrer Mutter (zu 5 % am Brustkrebs beteiligt). Damit vollzieht
sie nun die endgültige Ablösung von ihren Eltern. Sie kann jetzt
mit deren Zustimmung und Unterstützung ihren eigenen Weg gehen.
Das wird noch einmal deutlich, als sie in ihren ersten Raum zurückkehrt
und feststellt, es ist jetzt der Raum ihrer Mutter. Sie selbst ist frei,
ihr Leben neu zu kreieren.
Symbolisch geschieht das, indem sie sich nun einen eigenen neuen Raum
einrichtet. Dort lässt sie ihren Krebs auftauchen, der sich sofort
verabschiedet: “Hier kann ich nicht existieren!” Ihm herrscht
hier zu viel Harmonie, und er hat seine Aufgabe auch erfüllt.
Die Klientin fühlt sich runderneuert und neu aufgeladen.
8. Session “Abschied”
Die Klientin vollzieht nun noch eine letzte Ablösung, indem sie auch
ihrer Tochter zubilligt, ihren eigenen Weg zu gehen. .
Dann begibt sie sich ans Meer und trifft dort in einer freudigen Begegnung
ihre Innere Frau mit der Botschaft: “Stürz dich in die Wogen
des Lebens.”
Die Klientin kehrt nun zusammen mit dieser Inneren Frau in ihr allererstes
Bild zurück, in den Tempel aus der ersten Session. Hier glitzert
und funkelt jetzt alles in voller Schönheit, der modrige Schrank
ist verschwunden, und auch das Lichtwesen hat den Thron geräumt.
Diesen Platz nimmt nun die Klientin mit ihrer Inneren Frau gemeinsam ein:
Sie hat ihn sich zurückerobert, erarbeitet.
Alle Familiemitglieder, die in ihren Sessions aufgetaucht sind, versammeln
sich jetzt in diesem Tempel; und es herrscht Frieden, Harmonie und Freude.
Nur ihr Ex-Ehemann passt nicht in diesen Kreis, er wird von der Klientin
ohne Groll und mit guten Wünschen verabschiedet.
Und so schliesst sich der Kreis: Das erste Bild ist auch wieder das letzte
Bild - mit vielen positiven Veränderungen. Und der Brustkrebs hat
selbst gesagt, daß er sich auflösen will, und die Innere Frau
bestätigt in dieser Session noch einmal, der Krebs ist verschwunden.
Die Klientin ist glücklich und springt, ohne noch Zeit mit einer
Ruhepause zu verlieren, - symbolisch - ins Leben.
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9. Sitzung: Fußboden
Ilka öffnet eine Tür mit der Aufschrift „Wolf“.
Sie gelangt in einen dunklen Wald, ihr Weg ist nicht sichtbar, der Boden
fühlt sich feucht und ein wenig glitschig an, sie möchte schnell
von dort wieder weg. Ilka beginnt eine Kommunikation mit dem Wald. Sie
erfährt, dass dieses Bild ihre momentane Situation darstellen soll:
Sie befindet sich in Stagnation, d.h. sie hat zwar angefangen, ihr Leben
zu ändern, fällt aber immer wieder in alte Muster (glitschiger
Untergrund) zurück und lässt sich so von ihren eigentlichen
Zielen ablenken, verliert sie aus den Augen (der unsichtbare Weg). Der
Wald empfiehlt ihr, ein Stückchen weiter zu gehen, sich der Dunkelheit
anzuvertrauen, weil sie dann an einen See käme. Ilka befolgt den
Rat und macht sich auf den Weg. Im Lauf des Gehens wächst ihr Vertauen
(sie kommt aus der Stagnation heraus). Ilka gelangt an einen sehr schönen
inneren Ort: „Ich komme jetzt an eine Lichtung. Und da ist auch
ein kleiner See. Da ist so ein Blockhaus, so ein kleines Holzhaus auf
Stelzen, direkt an dem See. Daneben liegt ein Boot. So hab ich mir immer
meinen Ruhepool vorgestellt.“ , „Das ist ja jetzt schön!
Dass ich jetzt auf den Weg vertraut habe, dass ich jetzt da hin gekommen
bin! So hab ich mir das immer vorgestellt: Dass ich dann irgendwo bin,
ein Haus am Wasser hab und da mal Ruhe einkehren lassen kann, und Kraft
schöpfen kann.“
Ilka geht in das Haus hinein und gelangt zunächst in das, wie sie
sagt, Arbeitszimmer. Da jedoch offensichtlich keine Arbeit in Form von
Akten o.ä. herum liegt, fragt sie nach, was das für ein seltsames
Arbeitszimmer sei: „Ich bin ein Zimmer der Leere.“. An diesem
Punkt bekommt Ilka starke Nackenschmerzen. Als sie wissen will, für
was sie stehen, antwortet das Zimmer: „Ja, das macht Dir Angst,
diese Leere. Du willst davon rennen, aber Du weißt, dass Du nicht
mehr davon rennen kannst oder sollst.“, sie fragt erneut nach und
kommt in eine intensive Kommunikation mit dem Raum. Es wird ihr vermittelt,
dass sie „rast und ruhelos“ ist, sich schnell verzettelt,
nie richtig zur Ruhe kommt und dass dieses „Zimmer der Leere“
jene Hürde ist, die Ilka nehmen muss, damit sie vollkommen entspannen
kann. Sie fragt nach, ob der Raum wisse, warum sie so ruhelos ist und
immer etwas tun möchte, warum sie nicht warten kann, bis etwas von
selbst geschieht. Der Raum antwortet: „Ja, Du sollst nicht... rum
hängen.... und rum gammeln... Du musst doch auch... Du kannst doch
nicht nur den ganzen Tag rum sitzen... Du musst ja auch Dir das verdienen...“.
Diese Aussage führt Ilka in ihre Kindheit, es war die Tennislehrerin,
die ihr das sehr intensiv vermittelt hat: Du musst etwas leisten, musst
Dich bewegen, weil sonst bist Du unnütz., zu der damals Dreijährigen
sagte sie: „Hopp, hopp, hopp, hopp! Beweg Dich!“. Ilka wird
klar, dass sie dieses Motto, sich ständig zu beeilen, auf ihre ganzes
Leben übertragen hat, anstatt es nur - so wie es die Tennislehrerin
eigentlich wollte – im Bereich Sport zu belassen. Dadurch, dass
sie als Kind etwas behäbig und pummelig war, wurde sie gehäuft
zu mehr Beweglichkeit aufgefordert, wurde zudem gehänselt und geneckt,
sodass „sich schneller zu bewegen“ eine Lösung mehrerer
Probleme für sie darstellte: Sie musste weniger essen, wurde dadurch
schlanker und fand letztendlich auch noch Freude am Sport. Nachdem sie
das alles mit und durch ihre innere Sportlehrerin geklärt hat, sind
die Nackenschmerzen verschwunden.
Ilka geht zurück in den „Raum der Leere“ und fühlt
sich dort nun bereits gelassener und etwas wohler als vorher. Nach erneuter
Nachfrage, was nun noch in dem Raum zu lernen sei, bekommt sie jedoch
starke Kopfschmerzen. Sie fragt den Raum warum, worauf dieser antwortet,
dass es ihre Angst vor der Leere sei, die ihr solche Schmerzen bereite.
Ilka bittet den Raum, ihr zu helfen, diese Angst zu überwinden und
erfährt, dass sie von dem eigentlichen Ort der Ruhe und Kraft in
diesem Raum abgeschnitten war. Über eine Leiter steigt sie hoch und
entdeckt ihn: Den Sternenhimmel darüber! Dort findet sie Ruhe und
Kraft. Sie bittet den Raum, ihr zu zeigen, wie sich diese neue Verbindung
zu dem Sternenhimmel, diesem inneren Kraftplatz, praktisch in ihrem Leben
auswirken könnte: Es taucht jetzt eine Situation Zuhause auf, in
der ich wieder so unruhig bin und eigentlich weiß, dass ich mich
ausruhen müsste, aber mir dann wieder irgendeine Beschäftigung
suche - aber dann ist mir diese Situation im Kopf, in der ich die Leiter
hoch steige und diesen Sternenhimmel sehe und merke „Oh hoppla,
wenn ich jetzt da wieder weg gehe, dann sehe ich ja den Sternenhimmel
nicht“, der Sternenhimmel gibt mir das Gefühl der Ruhe und
der Unendlichkeit. Ja, ich hab alles, was ich brauche. Die Kopfschmerzen
sind aufgelöst.
Nun möchte Ilka in die Küche, doch auf dem Weg dorthin entdeckt
sie ein Loch im Boden, über dem eine Leiter liegt. Das ist der einzige
Weg in die Küche: Sie müsste über die Leiter krabbeln.
Das bedeutet eine immense Störung auf dem Weg zu ihrer Nahrung (Lebenserhaltung),
und sie versucht heraus zu finden, woher diese Störung kommt. Zunächst
taucht ihre Mutter auf, die sich für das Loch verantwortlich macht:
Sie will, dass Ilka keinen Zugang zu ihrer Nahrung hat, damit sie sich
nicht entwickeln kann. Sie soll sich nicht entwickeln, damit sie weiterhin
so funktioniert, wie es ihre Mutter von ihr möchte. Sie hat Angst,
dass sie von ihrer Tochter verlassen wird, wenn sich diese selbständig
entwickelt.
Ilka fragt nun das Loch, warum sie sich daran hindern lässt, in ihre
Küche zu gelangen, um sich selbst nähren zu können. Das
Loch antwortet:
„Du hast Dich untergeordnet und hast Dein Leben praktisch aufgegeben.“,
es zeigt ihr eine Situation aus ihrer Kindheit, in der sich das Kind Ilka
gerne anders entschieden hätte, als ihre Mutter es wollte, dann aber
doch getan hat, was von ihr verlangt wurde. Nun fragt Ilka sich selbst,
als kleines Mädchen - in dieser Beispielsituation - was sie bräuchte,
um ihre eigenen Wege gehen zu können. Die Antwort lautet: „Ich
bräuchte Selbstvertrauen.“
Ilka lässt nun Selbstvertrauen in Form einer Farbe (für sie
in diesem Fall grün) in sich einlaufen, bis sie komplett damit angefüllt
ist. Dann leitet sie diese Farbe an die kleine Ilka weiter und füllt
sie so mit Selbstvertrauen, was sie deutlich verändert: Ja. Ja...
sie ist jetzt voller Selbstbewusstsein, so voller innerer Harmonie. Jeder
erzählt ihr was, aber, das möchte sie eigentlich gar nicht hören,
sie möchte jetzt ihren Weg gehen. Und dadurch, dass sie jetzt so
eine innere Harmonie hat, hat sie keine Angst mehr, dass sie das falsch
machen würde, sie hat Selbstbewusstsein. Auch die Mutter freut sich
über diese Veränderung und damit ist dieser Vorgang abgeschlossen.
Nun überprüft Ilka, ob sich das Loch im Fußboden dadurch
bereits geschlossen hat, oder ob noch etwas fehlt, damit fester, begehbarer
Boden daraus wird. Das Loch ist noch immer vorhanden und es teilt mit,
dass Ilka noch Zuversicht fehle. Sie versucht, in eine Situation zu kommen,
in der dieser Mangel an Zuversicht entstanden ist, was ihr jedoch nicht
gelingt. Also lädt sie sich erneut mittels einer Farbe (diesmal blau
für die Qualität Zuversicht) auf, überträgt das auf
die kleine Ilka und geht dann mit ihr in den Raum mit dem Loch. Die kleine
Ilka fängt sofort an, das Loch auszufüllen, klebt es zu und
macht es eben. Nun sieht es zwar ganz gut aus, aber wenn sie darauf hüpfen
und toben will, sackt es immer noch etwas ein. Ilka fragt nach, was fehlt:
„Die Handlung. Du handelst nicht.“
Nun holt sie ihren inneren Vater und ihre innere Mutter, die ihr helfen
sollen, dieses Loch vollkommen zu schließen. Ilkas Vater meint,
ihr Bruder könne ihr helfen, dass es wieder stabiler Fußboden
wird, also holt sie ihn herbei. Herbert, ihr Bruder, ist aber zunächst
nicht gewillt, seiner Schwester bei diesem Problem behilflich zu sein:
„Na, Du hast mir auch nie geholfen.“ . Durch intensive Kommunikation
mit ihm erfährt Ilka, dass die Geschwister in der Vergangenheit nie
bedingungslos zueinander gehalten hatten, was sie auch in ihrer Position
gegenüber den Eltern deutlich gestärkt hätte: Ja. Ich spiel
das jetzt mal durch. Ja, na gut, wenn ich das jetzt so sehe: Wir beide
zusammen, da ist der Vater recht machtlos und die Mutter sowieso, ja,
dann wirkt sich das natürlich ganz anders aus.
Dieser Zusammenhalt soll nun vertraglich ausgehandelt werden, was den
beiden, Schwester und Bruder, äußerst schwer fällt. Jeder
einzelne möchte vom anderen bedingungslose Treue und Loyalität,
aber ohne es selbst geben zu müssen. Erst als sie zu dem Schluss
kommen, dass sie es ja ausprobieren könnten - für eine bestimmte
Zeit, und sehen, ob es klappt - sind beide einverstanden und beschließen
diesen geschwisterlichen Vertrag, sich gegenseitig bedingungsloses Vertrauen
und gegenseitigen Rückhalt, v.a. auch gegenüber den Eltern,
zu gewähren. Nachdem das nun mit Handschlag erledigt ist, geht Ilka
zurück in den Raum und findet einen bombenfesten Fußboden vor.
Der Weg in die Küche (Nahrung, Lebenserhaltung) ist jetzt frei.
Anschließend geht sie zurück in das Ausgangsbild: Ja, der Wald
ist jetzt... jetzt fällt da Licht ein... es ist zwar etwas dunkler,
wie es eben im Wald ist, aber ich kann schön schauen, ich kann ganz
normal laufen und sehe genau wo ich hin gehe. Das war es!
Anmerkung : Symbolik Wolf (Aufschrift auf der Tür) -> steht für
einen starken sozialen Verbund, Familie, Zusammenhalt, Treue.
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10. Sitzung: Lebensfeuer
Ilka öffnet eine blaue Tür mit der Aufschrift „Kopfdruck“.
Sie gelangt in einen dunklen Raum, in dessen hinterer Ecke eine fest verankerte
Kirchenbank steht. Auf diese Bank setzt sich Ilka und sieht sich um: Der
Raum hat schwarze Wände, ein kleines Dachfenster und einen Ofen,
der offensichtlich aus ist. Sie beginnt mit dem Raum zu kommunizieren
und erfährt, dass sie einen Blick aus dem Fenster werfen sollte.
Diese Aufforderung bringt Ilka in einen Konflikt, den sie sehr gut aus
ihrem Leben kennt: Sie möchte etwas tun, schafft es nicht, resigniert
und beginnt, sich hilflos zu fühlen. Nun kommt ihr die Idee, ein
paar Helfer zu rufen: Ihre Zwerge (aus einer vorhergehenden Sitzung bekannte
innere Helfer). Diese Zwerge bauen für Ilka eine Holztreppe, sodass
sie nach oben steigen kann, zu dem Fenster, und hinaus sehen kann: „Hm,
da ist eine herrliche Landschaft, teilweise Felder, ein bisschen Wald
und da ist wieder ein großer See und... ich muss das mal ein bisschen
anschauen. Ich genieße das, das ist ein schöner Ausblick.“
Der Raum teilt ihr mit, dass dieses Bild zeigt, wie wohl sich Ilka fühlt,
wenn sie in der Natur ist. Um aber zu diesem Ausblick (dem wohligen Gefühl)
zu gelangen, muss sie erst durch ein dunkles Zimmer, mit einem erloschenen
Ofen – Ilka will wissen: Warum? „Der Ofen ist Dein Lebensfeuer.“
Nun möchte Ilka wissen, wann dieser Ofen, ihr Lebensfeuer, ausgegangen
ist und beginnt eine Unterhaltung mit dem Ofen. Sie erfährt, dass
ihr Lebensfeuer im Lauf der Zeit, Stückchen für Stückchen
kleiner geworden ist, bis es schließlich, so ca. im Alter von 30
Jahren, ganz aus war. Ilka trifft ihren Ex-Mann, der ihr mitteilt, das
sowohl ihre unglückliche Ehe als auch Ilkas Verstrickung mit ihren
Eltern die Gründe für dieses Erlischen waren. Auf der einen
Seite war die Ehe mit ihrem Mann, in der keine Liebe herrschte, sondern
lediglich gegenseitiges „von Nutzem sein“, und auf der anderen
Seite waren ihre Eltern, für die Ilka ebenso eher nützlich war,
als dass sie ehrlich geliebt wurde. Sie beginnt zu verstehen, um was es
geht: „Da hat mich mein Mann gezogen und da haben mich meine Eltern
gezogen, und ich hab mich dazwischen aufgerieben. Ich hab mich verschlissen“
Daraufhin holt sie ihren Vater hinzu und befragt ihn zu dieser Situation.
Es wird deutlich, dass ihr Vater zunächst keine Hilfe für Ilka
ist, sondern ihr, im Gegenteil, auch noch Schuldgefühle verursacht,
in dem er sagt: „Das weißt Du ja, das haben wir Dir ja gleich
gesagt, dass das nicht der richtige Mann für Dich ist!“. Nun
verlang Ilka von ihrem Vater, dass er ihr JETZT den Rücken stärkt,
anstatt sie zusätzlich noch zu schwächen. Damit ist er einverstanden,
jedoch fehlt ihm das Wissen, wie das konkret ablaufen soll. Aus diesem
Grund lässt Ilka nun Situationen auftauchen, in denen sie von ihrem
Vater Freiraum und gleichzeitig Rückhalt bekommen hat: Als sie in
Würzburg studiert hat, als sie die Arbeit in seinem Büro beendet
hat usw. Dieser Abstecher in ihre Vergangenheit bringt Ilka schließlich
zu ihrer Arbeit bei einer Bank und zu ihrer Ehe. Als sie den Ofen überprüft,
sieht sie, dass an diesem Punkt der Vergangenheit das Feuer zwar noch
brennt, aber schon deutlich kleiner geworden ist. Sie fragt den Ofen,
ob es einen konkreten Auslöser für die Minimierung dieses, ihres
Lebensfeuers gegeben hätte.
Der Ofen weiß keine Antwort, doch Ilka bekommt an dieser Stelle
plötzlich starke Ohrenschmerzen. Diese Ohrenschmerzen erklären
sich selbstredend: „Du hörst nicht auf Dich. Du hörst
auf alle anderen, nur nicht auf Dich.“ , sie fragt noch mal nach:
„Ich will Dir sagen: Du musst Dich befreien! Du musst Dich von Deinen
Fesseln befreien!“. Nun beginnt Ilka zu surfen: Sie tastet Stufe
für Stufe ihre Vergangenheit ab und springt immer wieder in das Bild
mit dem Ofen, um zu gucken – brennt es oder ist es erloschen? Auf
diese Art findet sie heraus, dass sie in vielen Situationen ihres Lebens
das getan hat, was andere von ihr erwartet haben, anstelle dessen, was
sie eigentlich wollte. Sie stellt im Lauf dieser Innenweltschau fest:
Immer wenn sie sich derartig verhalten hat, getan hat, was andere (ihre
Eltern, ihre Ehemann) von ihr erwarteten, erlosch das Feuer ein bisschen
mehr, und immer wenn sie auf sich selbst gehört hat, getan hat, was
sie selbst wollte, loderte es auf.
Aus dieser Erkenntnis heraus, beschließt sie nun, sich mit der Fähigkeit
sich abzugrenzen, in Form einer Farbe aufzuladen. Sie wählt die Farbe
schwarz. Nach diesem Vorgang erscheint auf Ilkas innerem Horizont ein
großes NEIN, dass ihr nun helfen wird, öfters „Einfach
erst mal NEIN zu sagen.“. Ihr Lebensfeuer brennt nun wieder stärker.
Ilka betrachtet ihre Ehe und stellt fest, dass sie sich mit dieser Qualität
in ihrem Innern wesentlich früher von ihrem Mann getrennt hätte.
Um die Ehe aufrecht zu erhalten, hat sie sich selbst aufgeben müssen,
was sie nun, nachdem sie NEIN sagen kann, nicht mehr zu tun gedenkt. Bereits
nach vier Jahren (anstatt nach 19) trennt sich Ilka in ihrer Innenwelt
von ihrem Mann und sieht ihr Feuer fröhlich aufflackern.
Jetzt surft Ilka entlang der Zeitachse in Richtung Gegenwart, immer mit
Blick auf das Feuer, wie sich diese grundlegende Entscheidung auf ihre
gesamtes Leben auswirkt. Sie wählt souverän ihre Arbeitsstelle,
hat plötzlich Freude daran und fühlt sich heraus gefordert,
sie erfährt erfüllende Beziehungen mit anderen Männern
usw. und gelangt schließlich wieder in den Raum vom Anfang der Sitzung
zurück: „Ja, das ist schön! Diese Kirchenbank ist jetzt
zu einem Designerstück mutiert und der Raum hat jetzt ein Gesicht
bekommen, er ist wohnlich geworden. Es sind keine schwarzen Wände
mehr, sondern weiße, und die Bank, die an der Wand fest stand, die
wirkt jetzt fast wie das Kernstück des Raumes - symbolisch für
meinen Rückzug hier in diesem Raum – sodass ich, wenn ich mich
darauf setze, und ins Feuer schau, mir bewusst mache, dass es ja hier
um mich geht! Dass das hier mein Feuer ist, das ich beobachten darf!“
Nun holt Ilka ihren Vater dazu, der ihren Raum freudig bestaunt und -
nach anfänglichen Zweifeln - auch die Bank toll findet, weil er erkennt,
dass es Ilkas Bank ist und sie so sein muss, wie sie ist. Ilka holt ihren
Ex-Mann dazu, der jedoch gleich wieder gehen will und ihr zu verstehen
gibt, dass er das immer gewusst hätte: Wenn sie sich trennen würden,
dann würde es Ilka besser gehen. Es wird deutlich, dass sich beide
gegenseitig an ihrer Entwicklung gehindert haben. Ilka kann feststellen,
dass ihre Erkrankung, der Brustkrebs, ihr jetzt all diese Hintergründe
zugänglich macht, sie mehr oder weniger dazu gezwungen hat: Werde
wieder lebendig (Fache Dein Feuer an) oder sterbe (lass es erloschen).
Auch die Zwerge sind hoch erfreut über das neue Lebensfeuer in Ilkas
innerem Ofen.
Nun wagt Ilka einen Blick in die Zukunft: Wie wird sich alles entwickeln,
jetzt, wo ihr inneres Feuer, ihre Lebensfreude, ihr Lebenswille, wieder
entfacht ist? Sie trifft den Oberarzt, der ihre Diagnose vor einem Jahr
gestellt , und ihr empfohlen hatte, beide Brüste abnehmen zu lassen.
Dieser Arzt stellt nun fest, dass sich Ilkas Brustkrebs aufgelöst
hat, was ihn fürchterlich wütend macht. Ilka teilt ihm mit:
„... sie haben mir ja damals gesagt, ich habe keine Entscheidungsmöglichkeit!
Und das war für mich der erste ausschlaggebende Punkt überhaupt,
wo ich mir gesagt: Und ich habe IMMER eine Entscheidungsmöglichkeit!“,
und sie erkennt jetzt: Auf diese Art haben sowohl ihre Erkrankung als
auch dieser Arzt dazu beigetragen, dass sie genau an diesem Punkt damit
anfing ganz bewusst NEIN zu sagen. |
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11. Inneres Kind
Ilka öffnet eine Tür, bei der unten am Türblatt ein Stückchen
fehlt und gelangt in einen kleinen Garten. Dieser Garten hat eine ganz
besondere Ausstrahlung für sie: „Das ist so, als ob jemand
so Spaß am Wachsen hat, also Gefallen am Wachstum findet –
das kommt so bei mir an – als ob einer das so richtig beobachten
will, wie etwas entsteht.“
Ilka geht in Kommunikation mit diesem Ort und erfährt, dass sie durch
ihre Gedanken Einfluss auf ihren Körper nimmt und dass es offensichtlich
innerhalb ihrer Gedanken etwas gibt, dass ihren Heilungsprozess vom Krebs
noch behindert. Sie will wissen, was das ist und bekommt den Tipp, mit
ihrem Körper selbst zu kommunizieren. Daraufhin landet Sie in folgendem
Bild: „Ich sehe da ein kleines Kind, dass auf einer Blechtrommel
so umher schlägt...“, sie fragt das Kind, warum es aufgetaucht
ist - Ilka erkennt erst mal keinen direkten Zusammenhang zu ihrem Thema
- das Kind antwortet: „Ich will Deine Aufmerksamkeit auf mich ziehen.“
Die Kleine, sie ist ca. 3-4 Jahre alt, stellt sich als das innere Kind
von Ilka vor und im Lauf der Kommunikation mit ihr stellt sich heraus,
dass sie ein sehr anstrengendes Leben führt, da sie alles mögliche
unternehmen muss, um sich geliebt zu fühlen, und dass sie den Zustand,
einfach nur um seiner selbst willen geliebt zu werden, nicht kennt. Ilka
holt nun ihre Eltern von damals hinzu und befragt zunächst ihre Mutter,
warum sie nicht bedingungslos geliebt worden sei. Diese antwortet prompt:
„Naja gut, das ist halt eben mal so, man muss sich das erarbeiten,
erkämpfen, dass man geliebt wird.“, sie erklärt außerdem,
dass sie sich dem Vater von Ilka untergeordnet hat, und es ihr deshalb
nicht möglich war, ihr Kind bedingungslos zu lieben. Ilka befragt
nun ihren Vater, auch dieser erklärt, dass es ihm nicht möglich
war, sein Kind einfach nur weil es da war zu lieben. Der Vater fragt nun
das Kind, ob es unter diesen Umständen glücklich sein kann,
worauf das Kind antwortet: „Ich bin traurig. Ich kann mich nicht
entwickeln. Ich kann... ich... ich darf einfach nicht so sein, wie ich
bin.“
Nun erklärt das Kind dem Vater, dass es von ihm und der Mutter geliebt
werden will, damit es sich entfalten kann, damit es wachsen kann, sie
verwendet dazu eine Analogie: „...weißt Du, das ist wie so
eine kleine Blumenzwiebel, die man in die Erde steckt und dann, ja, so
halb in Lehmboden rein gibt und dann erwartet, dass es die tollste Blume
gibt, weit und breit, aber den Boden einfach gar nicht vorbereitet, ein
bisschen aufbereitet hat. Die Blume möchte eine weiche, gehaltvolle
Erde haben und keinen harten Boden, die Würzelchen, die sind noch
nicht so stark, die entwickeln sich erst, und da braucht sie erst mal
Nahrung.“
Nun möchte Ilkas Vater seiner Tochter gerne helfen, weiß jedoch
nicht so recht, wie er das anstellen soll, ihm fehlt die Fähigkeit
sein Kind zu akzeptieren, wie es ist. Diese Qualität lässt Ilka
nun in der von ihm gewählten Farbe (gelb) in sich und ihren Vater
einfließen, was ihn stark verändert: Er strahlt nun innere
Ruhe aus, wodurch auch das innere Kind gelassener und ruhiger wird. Ilka
wendet sich ihrer Mutter zu und befragt sie, wie es ihr damit geht. Die
Mutter sagt, dass sie genauso wie die kleine Ilka, bedingungslos von ihrem
Mann geliebt werden möchte. Sie selbst hat sich von ihrem eigenen
Vater sehr geliebt gewusst und möchte nun dasselbe mit ihrem Ehepartner
erfahren. Dieser lässt sie jedoch wissen, dass er dazu nicht bereit
ist. Im Lauf des Gespräches kommt heraus, dass Ilkas Mutter ihren
Ehemann dafür verantwortlich macht, dass sie ihre Tochter nicht so
nehmen kann, wie sie ist. Nach genauerem Nachfragen gibt sie zu, dass
ihr nicht daran gelegen ist, ihr Kind zu stärken, weil sie sich selbst
schwach fühlt, und um damit nicht so allein zu sein, ist ihr ein
schwaches Kind lieber als ein gestärktes. Ilka protestiert und verweist
auf den Großvater, den Vater der Mutter, der seinem Kind doch beigebracht
hatte, wie man bedingungslos liebt, und dass sie das nun genauso von ihr,
der Mutter, verlange. Sie holt den Großvater herbei und lässt
ihn mit seiner Tochter sprechen. Es wird geklärt, dass Ilka jetzt
ihre Mutter wirklich braucht, und am Ende lässt sich die Mutter von
Ilka mit der Farbe blau aufladen, damit sie fähig wird, sie so zu
nehmen, wie sie ist.
Nach dem Vorgang sieht Ilka ihr inneres Kind plötzlich mit einem
alten Kopf und grauen Haaren, wobei es sich hierbei – wie sich schnell
heraus stellt - um die Sicht der Mutter handelt. Diese beschreibt ihr
Problem, ein Kind kaum noch als Kind wahr nehmen zu können, wenn
es so viel „Wissen“ hat. Sie ängstigt sich, von ihrem
eigenen Kind genauso bevormundet zu werden wie von ihrem Gatten. Selbst
durch das Herbeiholen der Großmutter, mütterlicherseits, kann
das Problem nicht beseitigt werden. Nun schlägt der Therapeut folgendes
vor: „Weißt Du was, wir holen mal die „Urmutter“,
das Symbol Urmutter. Die Urmutter, das ist ein Symbol der Menschheit,
jede Frau weiß, was Mutter sein bedeutet, und diese Urmutter soll
sie einfach jetzt mal in die Lehre nehmen, oder in ihre Obhut nehmen,
einfach mal in Kontakt mit ihr gehen.“
Ilka holt diese Urmutter und hilft so ihrer eigenen (inneren) Mutter ein
Verständnis davon zu bekommen, was Mutter sein bedeutet, v.a. aber
wie man sein Kind lieben kann, ohne es bewerten zu müssen (sie erklärt
das wieder anhand einer Analogie aus der Welt der Pflanzen und Blumen).
Ilkas Mutter hört aufmerksam zu und lässt sich schließlich
die Fähigkeit, die sie braucht, von dieser Urmutter schenken. Als
Folge sieht Ilka nun ihr inneres Kind ruhig, in sich gekehrt und frei,
sich für das zu interessieren, was es gerne möchte.
Der Therapeut weißt an dieser Stelle darauf hin, wie wichtig es
jetzt wäre, dass sich beide Elternteile hinter das Kind stellen.
Ilkas Vater reagiert sofort und stellt sich hinter sein Kind, doch Ilkas
Mutter ist noch immer nicht bereit, ihrem Kind bedingungslos den Rücken
zu stärken. Sie spricht davon, dass sie ihre Liebe ihrem Sohn schenken
möchte, und sich aufgrund dessen bei Ilka lieber zurück hält.
Daraufhin versucht Ilka ihr zu erklären, wie sie beiden Kindern Liebe
geben kann, ohne sich dabei zu verausgaben.
Nun schlägt der Therapeut vor, in das Ausgangsbild zurück zu
kehren, um nach zu sehen, was sich dort verändert hat. Zunächst
ist dort alles genauso wie am Anfang, darauf hin rät er: „Dann
bring mal das kleine Kind mit in diesen Raum. Es ging ja um aufblühen,
und dann kam das kleine Kind, dass ja irgendwie traurig war.... bring
die beiden mal zusammen, ja, bring das Kind mal in den Blumengarten.“
Ilka: „Ah, das freut sich! Das will gleich los legen und will da
buddeln! Da merke ich jetzt natürlich, da ist meine Mutter auch dabei,
und die will auch gleich buddeln! Ja, das gefällt uns beiden sehr
gut.“, sie erkennt, dass sich dort, in diesem Blumengarten Mutter
und Tochter auf einer Ebene begegnen, auf der sie sich verstehen. Die
Mutter sieht das Kind nun wieder als Kind, der alte Kopf mit den grauen
Haaren ist verschwunden. Ilka holt nun noch ihren Vater mit dazu, der
sich auf eine Bank setzt und alles beobachtet, wobei er für Ilka
wohlwollend erscheint. Sie holt ihren Bruder, der auch sofort mit eingespannt
wird – und das ganze ergibt das Bild einer harmonischen, glücklichen
und aktiven Familie. Ilkas Mutter stellt sich nun auch hinter ihr Kind
und damit ist Ilka in einem Zustand der inneren Ruhe und Zufriedenheit.
Am Schluss der Sitzung geht Ilka mit ihrem inneren Kind noch kurz in den
Raum mit dem Ofen (Lebensfeuer, eine Sitzung vorher) und sieht, wie das
Kind sich kurz auf die Bank setzt und dann sogleich zum Ofen rennt und
noch einen Holzscheit nachlegt: „Ja, das ist mal die erste wichtige
Handlung. Und dann setzt es sich wieder auf die Bank und will einfach
nur dem Feuer zuschauen. Will sich daran erfreuen, wie es sich so voll
entfacht.“
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12. Transformation
Ilka läuft einem Gang entlang, dessen Boden Rasen ist, lässt
sich von einer Tür anziehen, auf der ein Totenkopf gemalt ist und
gelangt so in eine Rumpelkammer, in der das totale Chaos herrscht: Da
liegt ein Waschbrett, Töpfe, dort ein Tennisschläger, eine Puppe,
und „... das liegt alles kreuz und quer hier auf dem Boden.“
Nachdem sie sich noch ein wenig umgesehen hat, fällt ihr zuerst die
Puppe auf, die sie als ihre alte Uli wieder erkennt. Diese erzählt
Ilka, dass all diese Dinge das seien, was aus Ilkas Vergangenheit noch
übrig geblieben wäre und sie sagt auch, dass Ilka als Kind gestorben
sei. Nun lässt Ilka ihr inneres Kind auftauchen, so ca. im Alter
von 3-4 Jahren, und bringt es mit der Puppe zusammen – die beiden
sind sehr glücklich, sich endlich wieder zu haben. Danach zieht der
Tennisschläger Ilkas Aufmerksamkeit auf sich: Er möchte, dass
Ilka wieder etwas tut, das sie in eine so ausgeglichene Stimmung bringt
wie früher das Tennis spielen - ein Ausgleich, ein Hobby, eine kreative
Beschäftigung – und schlägt vor, dass sie anfangen könnte
zu malen. Ilka erlaubt sich das in ihrer Phantasie durchzuspielen: „Das
ist so eine Möglichkeit für mich, alles um mich herum zu vergessen,
in eine andere Welt einzutauchen, in eine Welt, die ich noch nicht kenne.
Ich denke, darum geht es, das ist jetzt wichtig für mich, dass ich
einfach was anderes, andere Aspekte mit in mein Leben bringe.“
Nun widmet sie sich einer Gitarre, die da herum liegt. Das Instrument
erklärt sich wie folgt: „Ich stehe symbolisch für Musik.
Du sollst Dich wieder ein bisschen mehr um Musik kümmern.“.
Ilka fragt nach: Warum? „Das ist auch ein Teil für Dich, dass
Du empfindest, dass Du genauer hin hörst, dass Du auch da diese Höhen
und Tiefen empfindest, was Deine Sinne auch ein bisschen schärft.“.
Sie sieht sich nun in ein Konzert gehen: „Ich bin da erst mal ein
bisschen voreingenommen in dieses Konzert rein, und hinterher war ich
sehr überrascht und es hat mich tief bewegt.“, woraufhin sie
der Gitarre die Zusage macht, diesen Vorschlag in ihrem Leben umzusetzen.
Als nächstes entdeckt Ilka alte Kleider, die sie früher einmal
getragen hat: Cowboystiefel, verwaschene alte Jeans usw.
Diese Utensilien aus Ilkas Würzburger Zeit teilen ihr mit, dass
sie Vergangenheit sind und Ilka jetzt damit abschließen sollte.
Es geht darum, die alte Ilka, die kämpferische, starke, männlich
dominierte Ilka, ein stückweit los zu lassen, um eine zarte, weibliche,
empfindsame, darunter liegende Ilka zum Vorschein kommen zu lassen, d.h.
alte Persönlichkeitsaspekte integrieren und neue lebendig werden
lassen. Zur Durchführung dieses Vorhabens treffen sich die damalige
und die heutige Ilka in einem Würzburger Lokal machen die Verabschiedung
„amtlich“: „Ja, Ilka von damals, es war eine schöne
Zeit, aber mich zieht es jetzt in meine neue Zeit. Und ich nehme all das,
die schönen Gefühle, die nehme ich mit, und das ist mein Grundstock
für mein neues Leben. Da war ich noch ein Kind, da war ich noch klein,
und jetzt bin ich erwachsen geworden.“
Jetzt findet Ilka einen Schlüsselbund. Es handelt sich um ihren Haustürschlüssel,
ihren Autoschlüssel und ihren Fahrradschlüssel. Sie erfährt,
dass es auch hier wieder um Abschied und Neuanfang geht. Ilka ist erstaunt:
„Ja, was heißt das jetzt? Soll ich mein Haus verlassen? Soll
ich mein Auto verkaufen?“, „Nein, aber Du sollst es so sehen:
Wenn die Zeit reif ist, soll es Dich nicht festhalten, wenn die Zeit reif
ist, sollst Du es her geben!“.
Ilka geht zunächst näher auf das Haus ein - dort hat sie insgesamt
13 Jahre lang gewohnt, seit 6 Jahren alleine, da ihr Ehemann und ihre
Tochter ausgezogen sind - und sie erkennt, dass es einerseits zu groß
für sie und andererseits auch voll mit alten Erinnerungen ist. Mit
dem Schritt, dieses Haus zu verlassen, sind jedoch große Ängste
verbunden. Der Therapeut schlägt vor, diese Angst auftauchen zu lassen,
um mit ihr in Interaktion treten zu können. Daraufhin bekommt Ilka
starke Kopf- und Nackenschmerzen. Sie spricht mit diesen Schmerzen und
erfährt, dass sie nicht einfach drauf los handeln soll, sondern alles
mit Bedacht angehen muss, damit es für sie machbar wird. Insofern
stellt die Angst einen sinnvollen Wegbegleiter für Ilkas weiteres
Leben dar. Damit sie jedoch nicht in Stagnation verfällt, und sich
in ihrem Leben gar nichts tut, braucht Ilka eine Art Gegenpol dazu und
diese Kraft nennt sie ihr Urvertrauen: Die Dinge geschehen lassen, von
selbst. In dieser Konstellation fühlt sich Ilka wohl – sie
kann die Angst als ihre Beraterin akzeptieren – und entkrampft sich.
Nun wendet sich Ilka dem Autoschlüssel, bzw. ihrem Auto zu. Es hat
sie die letzten 6/7 Jahren begleitet, war ihr Zufluchtsort, ihre Möglichkeit,
weg zu gehen, ihre Mobilität. Sie ist über 200 000 km damit
gefahren und fühlt nun, dass es gut wäre, auch davon Abschied
zu nehmen, was sie auch sofort zum Ausdruck bringt. „Auto, Du warst
für mich immer ein treuer Begleiter und ich konnte mich immer auf
Dich verlassen, ich weiß aber jetzt, dass der Zeitpunkt kommen wird,
wo wir uns trennen müssen, und ich hab Dich ganz arg lieb gehabt,
aber ich lass Dich jetzt los, Du musst Dich dann ja auch mal ausruhen,
ich versuch Dich in gute Hände zu geben und ich bedanke mich dafür,
dass Du immer für mich da warst.“
Damit ist das Auto einverstanden, genauso wie zuvor das Haus. Als nächstes
ist nun das Fahrrad dran. Es teilt Ilka mit, dass sie es spaßvoll
nutzen soll, ohne Zwang, ohne vorher schon fest zu legen, wie viele km
sie nun wieder fahren will, sondern einfach um freudvoll durch die Natur
zu radeln, aus Genuss, sich auf diese Art fort zu bewegen. Damit ist sie
einverstanden.
Ilkas Aufmerksamkeit richtet sich jetzt auf das Waschbrett: Sie soll unangenehme
Dinge nicht krampfhaft rein waschen wollen, sondern sie ansehen, akzeptieren
und versuchen - ohne eine sofortige Lösung zu erwarten - diese Zustände,
so wie sie sind, anzunehmen. Als konkretes Beispiel nennt das Waschbrett
Ilkas Brustkrebs, mit dem sie auf eben diese Weise umgehen soll: „Dass
Du einfach sagst, `O.k., ich hatte Brustkrebs´, und nicht so die
starke und gesunde und tolle Frau spielen willst, sondern die, die einfach
ganz klar erkrankt war, und sich dann zurück gezogen hat, sich zurück
nehmen musste, und ihr Leben geändert hat, und dann ganz klar ein
neues Leben beginnt.“
Der Therapeut geht an dieser Stelle auf des Thema „Transformation“
ein, im Sinne von: Krankheit als Chance, als Hilfe zur Veränderung.
Ilka stimmt zu und spürt dann Schmerzen in der linken Seite, Schulter-,
Nacken-, Mund-Bereich. Sie befragt den Schmerz wofür er steht, und
bekommt folgende Antwort: „Das ist alles so verkrampft. Es zieht
so... ich bin so verkrampft... das zieht alles so hoch, sagt der Schmerz,
ich halte so fest.“. Sie lässt diese „Festhalt-Energie“
als Bild auftauchen und sieht wütenden Dampf, der empor steigt. Auf
die Frage, was dieser Dampf für eine Botschaft für Ilka hat,
antwortet er: „Es ist dieser Prozess: Die ganzen Schlacken lösen
sich. Es ist dieser Prozess, Deine Arbeit, das will jetzt raus. Das will
raus aus Deinem Körper.“
Der Therapeut lässt sie diesen Dampf fragen, ob es in der bevorstehenden
Reha- Maßnahme für Ilka möglich wird, ihn abzulassen.
Die Antwort ist, dass es dadurch besser werden könnte. Ilka sieht
dieses Bild auch in Zusammenhang mit ihrem Bluthochdruck. Sie vereinbart
mit dem Therapeuten, dass sie sofort vorbei kommen werde, wenn Wut und
Aggression zu heftig auftauchen sollten.
Nun geht Ilka zurück in den Raum vom Anfang, um nachzusehen, wie
dieser nun aussieht. „Die Puppe sitzt da, der Tennisschläger
hängt an der Wand in einem Rahmen, das Waschbrett, ist in einem großen
Topf eingepflanzt und da rankt eine Blume, eine Pflanze hoch, und der
Schlüsselbund hängt da wo er hängen soll, am Haken, an
der Wand. Ja, es ist ein ganz normaler Raum, Rumpelkammer möchte
ich jetzt nicht mehr sagen, es ist ein Abstellraum, ein aufgeräumter
Abstellraum.“
Es gibt dort nichts mehr, was noch aufgeräumt werden müsste.
Der Therapeut bittet Ilka noch einmal in ein Bild aus der ersten Sitzung,
der Profiler-Sitzung, zu gehen: Ilkas Tempel. „Ja, es ist mein Tempel.
Ich gehe da rein, nehme Platz, ganz selbstverständlich, um mich herum
glitzert es und funkelt es. Ich bin das Oberhaupt, ich herrsche hier.
Ich schau mich um und es ist nichts, was mich jetzt stören würde,
es ist ein ganz friedvolles Gefühl, das mich da begleitet, es ist
mein Platz.“ Sie fragt nach dem Lichtwesen, das anfänglich
dort gesessen ist, aber es erscheint nicht, woraus der Therapeut schließt:
„Es ist jetzt quasi Dein Raum. Ganz.“ Ilka bejaht. Nun entdeckt
sie noch eine Kuckucksuhr, mit einer Art Wächter-Funktion: Er würde
sie warnen (kommt heraus und pickt sie), wenn sie in Gefahr ist wieder
ins alte Fahrwasser zu geraten. Ilka holt jetzt ihr inneres Kind in diesen
Tempel, es ruft: „Das ist ja toll! Ich möchte mich gleich zu
Dir setzen. Ja, schön, hier möchte ich nie mehr raus!“.
Nun holt Ilka alle ihre inneren Verwandten herbei, die sich allesamt gerne
dort niederlassen, ausgenommen ihren Ehemann, der nicht rein passt und
deshalb nicht bleiben möchte. Er verabschiedet sich und geht. Ebenso
der Arzt, der ihr die Diagnose gestellt hatte: Er kommt rein, sagt „Um
Gottes Willen, da kann ich ja überhaupt keine Einfluss nehmen, nee,
da will ich nicht sein!“ und geht wieder. Alles, was nun noch übrig
ist, sind Ilkas Nackenschmerzen. Dieser Nackenschmerz empfiehlt ihr, zum
Zahnarzt zu gehen und sich einen entzündeten Zahn ziehen zu lassen.
Anschließen wirft Ilka noch einen Blick in die Zukunft: Was muss
ich noch beachten? Was ist noch für mich wichtig? „Eins nach
dem anderen. Also der erste Schritt, erst die Gesundheit, dann meine berufliche
Zukunft. Die Gesundheit muss abgehakt sein, ich muss wieder fit sein,
um den nächsten Schritt machen zu können, um mich dann meiner
beruflichen Aufgabe zu widmen. Das muss sein. Ganz wichtig ist auch dieses
Nein, dass ich eben nein sagen lerne, was mir nicht angenehm ist, oder
was mir nicht gut tut, dann eben zu sagen: `Nein, das mache ich nicht.,´
Punkt.“
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