Die Session
Durch eine alte goldene Tür betritt die Klientin einen schönen,
lichtdurchfluteten Raum, in dem sich nur ein Himmelbett und eine verschlossene
Truhe befinden. Die Truhe will sich erst öffnen lassen, wenn die
Klientin ihr Geheimnis gelöst hat.Bei ihren Bemühungen entdeckt
sie einen Gang unter der Truhe, der sie symbolisch auffordert, “tiefer
einzusteigen”. Sie lässt sich an einer Strickleiter runter,
gerät an einen zwischen Felsenwänden gelegenen See und lässt
sich von einem godenen Schwan auf eine Insel bringen und dort von einem
rötlichen Licht durchfluten, erleuchten.
Obgleich sie sich im Licht eigentlich wohlfühlt, rückt sie nach
einer Weile beiseite und lehnt sich an einen Felsen. Der spricht sie an,
er will von ihr beachtet werden. Seine Botschaft für ihr Leben lautet:
Sie soll genauer hinschauen und auch im Normalen, Alltäglichen das
Schöne sehen und wertschätzen. Als konkretes Beispiel aus ihrem
Leben fällt ihr eine kurze Begegnung mit einem Mann ein, die sie
aber nicht weiterbringt.
Th. Gut, dann guck mal, was weiter geschieht an dem Ort, da wo du hingegangen
bist.
Kl. Jetzt wieder unten an der Felswand? Ich soll einfach dahinschauen,
sagt die Wand.Mir tun jetzt auch ein bißchen meine Brüste weh.
Th. Der Druck soll sich mal umsetzen in das Bild dort, und schau mal,
was sich verändert. Was auftaucht oder sich verändert.
Kl. Das bröckelt ab, die Felswand bröckelt jetzt. Ich dachte
eigentlich, die Felswand wäre fest.
Th. Frag ruhig mal, was das bedeutet.
Kl. Felswand, ich spür jetzt selbst einen Druck in meinen Brüsten.
Warum bröckelst du da ab? Ja, damit du hinschaust.
Th. Oh ja, dann sei mal neugierig, was da sichtbar wird. Was offensichtlich
deine Brust dir zeigen will, oder der Schmerz, der da drinsteckt.- Längere
Pause -
Th. Wo bist du jetzt mit deinem Bewußtsein?
Kl. Ja ich schau immer noch hin. Und ich seh nur, wie der Fels bröckelt,
und ich seh eigentlich nur ein Gefäß, und da sind lauter goldene
Taler drin.
Th. Wie geht es denn deiner Brust? Sind da noch Schmerzen drin?
Kl. Nee, das ist besser geworden. Das Abbröckeln, das war irgendwie
so eine Entlastung.
Th. Und jetzt kommt irgendwas, was für Reichtum, für Energie
steht. Sind das richtige
Taler ? Oder was ist das?
Kl. Das ist so ein ovales Gefäß, und da sind lauter goldene
Taler drin. Aber nur ein Gefäß.Ich merk jetzt einen verstärkten
Schmerz auf der rechten Seite.
Th. Gut, dann soll dieser Schmerz sich auch wieder umsetzen in das Bild.
Und schau mal, wer auftaucht oder...
Kl. Da kommt ein Gartenzwerg.
Th. Sprich ihn an, frag ihn, was das soll.
Kl. Gartenzwerg, was willst du hier? Ich bin so klein, ich will Beachtung
finden.
Th. Dann frag ihn, was hat er mit dem Schmerz zu tun, der ihn geschickt
hat.
Kl. Zwerg, hast du was mit diesem Schmerz zu tun? Nee, nicht so wirklich.
Th. Gut, wir können den Schmerz natürlich noch mal fragen, den
Schmerz ganz direkt, wo er denn abgeblieben ist und was er dir sagen will.
Denn wenn er da ist, hat er ja ne Botschaft. Und er soll das mal irgendwie
ausdrücken. Damit du das wahrnehmen kannst. .
Kl. Schmerz, kannst du mir mal sagen, warum du mir wehtust? Welche Botschaft
hast du für mich? Der Schmerz sagt, er taucht nicht immer auf, nur
ab und an. Er will sich einfach nur bemerkbar machen, daß ich aufmerksam
bleib.
Th. Also das wär noch mal wichtig, es geht um Aufmerksamkeit, irgendwas
wertschätzen und wichtignehmen, aufmerksam bleiben . Wir sind da
auf ner - Spur, vielleicht kann der Zwerg weiterhelfen: Auf was bezieht
sich das alles? Vielleicht weiß der Zwerg das, vielleicht schicken
wir den mal zum nächsten wichtigen Ereignis. Der soll dir mal was
Wichtiges zeigen, was damit zusammenhängt.
Der Zwerg sagt nur, daß sie auch das Geld wertschätzen soll.
Konkrete Hinweise hat er nicht, und auch die Schmerzen in der Brust geben
keine weitere Auskunft.
Th. Also: Es geht um das Geld, um die Wertschätzung, daß du
genau hinschaust, um den beidseitigen Schmerz. Das ist ja schon mal ne
ganze Menge. Aber wir wissen noch nicht, warum. Um was es wirklich geht,
konkret, in deinem Leben. Ach, ich glaube, der Zwerg muss einfach noch
was zeigen. Da fehlt noch ein bißchen was an dem Spiel, an dem Geheimnis.
Aber der Zwerg weiß auch nicht mehr. Der Therapeut fasst noch mal
zusammen:
Th. Ja, das Geheimnis ist irgendwie unlösbar. (Kl. ja) Es geht um
deine Energie, um deine Aufmerksamkeit, du sollst in die Tiefe gehen.
Das war bei der Kiste schon so, das Geheimnis war unter der Kiste und
nicht da drin. Das ist außerhalb der Erleuchtung, wo du nicht soviel
Aufmerksamkeit hingibst, heißt das.
Was wir machen könnten, wäre, eine Tür konstruieren und
das Thema draufschreiben und die Tür neu aufmachen. Und dann kriegen
wir vielleicht einen besseren Hinweis für dein Geheimnis. Guck mal,
ob das geht, sei mal in dem Gang. Vorher vielleicht, konstruier dir ne
Tür und schreib drauf: Geheimnis. (Türquietschen wird eingespielt.)
Und nun guck mal rein. In dein Geheimnis.
Sie betritt einen dunklen Raum, in dem sie ein kleines Päckchen findet,
von dem sie erfährt , es geht um ihre Ausdauer, die soll sie schulen.
Und der Zwerg kann den Hinweis geben, das bezieht sich auf ihre Finanzen.
Kl. Zwerg, Wie meinst du das konkret, wo fehlt mir die Ausdauer für
meine Finanzen? Ja, du sollst ja Energie aufbringen, um deine Finanzen,
dein Geld wertzuschätzen. Und da sollst du einfach Ausdauer zeigen.
Das verursacht mir Schmerzen, das ich das nicht so kann.
Th. Gut, gibt es ein Ereignis, was daran beteiligt ist? Denn es muss immer
irgendwie ein Muster geben, das daran beteiligt ist, daß es Schmerzen
gibt oder sowas. (unverständlich) Wenn es ein Ereignis gibt in dem
Zusammenhang, das dir Schmerzen macht, soll es auftauchen.
Das führt zum Erbe ihres Vaters, und der Zwerg bestätigt auf
Rückfrage, daß das Thema ist.
Der Vater wird geholt, und die Klientin sagt ihm, daß es ihr Schmerzen
bereitet, sein Geld auszugeben, weil er es mit Schmerzen angehäuft
hat. Das macht ihr Schuldgefühle, für die der Vater keinerlei
Verständnis hat. Er bietet an, das Geld zurückzunehmen.
Th. Lebt dein Vater noch?
Kl. Nee, der ist gestorben, das geht ja gar nicht.
Th. Ja, das ist irgendwie keine gute Idee. (Kl. nee) Was müsstest
du entwickeln, was für eine Qualität? Aufmerksamkeit, das war
ja schon das Stichwort, daß du das Geld wieder wertschätzt,
daß es dir kein schlechtes Gewissen macht. Um solche Sachen geht
es ja, daß es dir nicht wehtut. (Kl. ja) Das dürfte ja alles
nicht sein.
Also was müsste dein Vater dir noch mit auf den Weg geben? (Kl. ja)
Er müsste es dir eigentlich anvertrauen mit sowas wie: Mach mit dem,
was du willst. Mit allem einverstanden sein, sowas, keine Ahnung. Frag
ihn mal.
Kl. Vater, wie könnten wir das machen,..... nicht in deinem Sinne,
sondern in meinem Sinne, daß ich Freude dran hab? Was könnt
ich machen? - Kassettenwechsel, Lücke -
Th. .............. Das passt auch jetzt zum Thema, denn du hast da den
Erleuchtungsplatz gehabt, und das war dir zu viel Energie. Du bist seitlich
davon weggegangen, dann hast du diese Wand.....und dann gings ums Aufmerksamwerden,
ums Hinschauen.
Dh. also , wenn du aus der Erleuchtung rausgehst, musst du noch aufmerksam
werden, hast du noch Sachen zu klären. Und einer der wichtigsten
Punkte ist, was macht dir eigentlich Freude, ja, genau.
Gut , frag deinen Vater, wenn du für diese Suche sein Geld, seine
Energie einsetzen würdest, wäre das in seinem Sinne, wäre
das der richtige Weg? Denn du findest dann ja was, was sehr sinnvoll ist.
Das ist dem Vater eigentlich nicht recht, er möchte, daß sie
das Geld vermehrt. Als der Therapeut einwirft “also dasselbe tust
wie er”, muss die Klientin lachen. Und als der Vater noch mal bekräftigt,
daß er überhaupt nicht verstehen kann, wieso ihr das Geld auch
noch Schmerzen bereitet, und der Therapeut verstärkt: “Ja,
es ist schon verrückt”, lachen beide, Therapeut und Klientin.
Th. Das sind die wesentlichen Unterschiede: Der eine will das Geld vermehren,
und der andere will die Freude verdienen. (Kl. lacht)
Das kann unbewusst sein. Du hast eine Familientradition geerbt. Und du
weißt , wie dein Vater denkt, und du hast ihn drin. Und wenn du
jetzt was ganz anders machst, da ist schon richtig energetische Spannung
in dir drin. Das kann ich mir vorstellen.
Kl. Ja, jetzt tun mir auch richtig meine Brüste weh.
Th. Sags deinem Papa. Wenn wir das so formulieren, dann bist du genau
auf dem Punkt. Oder du kannst deine Brüste fragen.
Kl. Ja, Brüste ist das so? Daß ich in einen Konflikt gerate:
Ich suche Freude mit dem Geld, und weiß , daß ich mit dem
Geld arbeiten soll. Ja, das ist schon das Thema.
Th. Oh ja, da hat dein Papa ein Problem und du auch.
Kl. Vater wär dir damit gedient, wenn ich mir Freude verschaffe,
aber damit auch das Geld verdiene?
Th. Das wäre optimal.
Kl. Ja, das wär in meinem Sinn auf jeden Fall.
Th. Und in deinem Sinne. (Kl. ja) Kann der Zwerg dir dabei helfen? Frag
ihn mal.
Kl. Zwerg könntest du mir helfen? Ich steh dir zur Seite, aber du
musst mir die Instruktionen geben.
Th. Also das ist mehr so ein Helfer, statt ein weiser Ratgeber. (Kl. ja)
Dann gehen wir doch zur Schatztruhe und fragen, ob wir auf dem richtigen
Weg sind. Ob das das große Geheimnis der Schatztruhe ist. Weil es
scheint ja diesen Aspekt zu geben, wenn in diesem Raum nur das Bett steht
und diese Truhe. Daß wir dieses Geheimnis aufdecken sollen. Frag
mal dort nach.
Kl. Ja, ich merk jetzt auch grad, das zieht jetzt auch in meinen linken
Arm. Jetzt geh ich also noch mal zur Schatztruhe zurück. Und was
soll ich die Truhe fragen?
Th. Ob das das Geheimnis ist. Sie hatte ja ganz am Anfang gesagt, wenn
du das Geheimnis löst, geht sie auf.
Kl. Das Geheimnis war ja schon der darunterliegende Gang.
Th. Ja, das war das Verbindende, die Umsetzung. Jetzt haben wir das Thema
gefunden, jetzt könnten wir das noch mal rückkoppeln, die Schatztruhe
fragen, ob wir auf dem richtigen Weg sind und ob das stimmt, und ob sie
ne Lösung weiß jetzt.
Kl. Schatztruhe, weißt du jetzt einen Weg, wie ich mit Freude Geld
verdiene? Ja, sie sagt, du hast doch 2 Hände. Was meinst du damit?
Du kannst mit den Händen arbeiten. Ja, das mach ich ja.
Th. Ist es sowas wie, du sollst handeln, aktiv werden?
Kl. Ja, und wo genau, soll ich aktiv werden? Oder mit was? Sie sagt mir,
was hast du denn mit den Händen schon gemacht? Ja gut, ich hab mit
den Händen schon geschrieben, Mode entworfen, genäht. Ich hab
Sport mit den Händen gemacht, Tennis gespielt. Ja meine Hände
scheinen da ja im Mittelpunkt zu stehen.
Th. Hat das auch was zu tun mit den Schmerzen in deiner Brust?
Kl. Ja, sie handeln nicht.
Th. Dann frag doch mal den Schmerz in deiner Brust, wenn du die richtige
Handlung findest, was immer das jetzt sei. Das kann auch sein , daß
du das erst entdecken musst, erst rausfinden musst. Würde dann der
Schmerz aus deiner Brust auch rausgehen, rausziehen. Geht es um die richtigen
Handlungen? Ums Tun, was du mit deinen Händen machen sollst?
Kl. Schmerz in meinen Brüsten und auch in meiner Armkugel, geht es
darum, wenn ich die richtige Handlung gefunden hab, daß der Schmerz
dann weggeht? Ja, weil ich dann zufrieden bin, weil ich dann angekommen
bin.
Th. Dh. du suchst etwas, was dich zufrieden macht, glücklich macht,
dir Freude macht und sogar das Geld vermehren kann. Es geht auch um eine
Übereinstimmung mit deinem Vater, damit du keine Schuldgefühle
hast. Du sollst auch lernen hinzugucken und etwas Wertvolles im Normalen
zu finden. All das ist ein Geheimnis, was dich dann gesunden lässt.
(Kl. ja) Und den Schmerz aus der Brust rauszieht.
Was sagt dein Vater dazu? Der hat ja zugehört.
Kl. Der sagt, ja, fang an!
Th. Ja, das ist ja ok. Aber er muss dir auch ein bißchen Zeit zubilligen,
denn das ist ja eine große Aufgabe. Das ist nicht nur Geld vermehren,
sondern auch noch Freude dabei haben. (Kl. lacht laut und ausgiebig. )
Da muss er dir ja ein paar Zugeständnisse machen. Das kann ja eine
Lebensaufgabe sein.
Kl. (immer noch lachend) Aber er sagt: Das ist für dich ganz einfach.
Ich muss mit mehr Ausdauer da hinschauen.
Th. Dh. er traut es dir schon zu (Kl. auf jeden Fall), du hast die Qualitäten
dafür. Er sagt dir eigentlich: Mach doch, aber mit mehr Ausdauer.
(Kl. ja) Hat er bestimmte Vorstellungen, was du machen sollst? Oder ist
ihm das ziemlich egal?
Kl. Hast du bestimmte..... Nee, das kannst du machen , wie du willst.
Th. Also er sagt, Hauptsache du bleibst dran.
Kl. Ja, und er will sogar, daß ich Freude dran habe.
Th. Ja, das ist ja das Genialste, was es gibt. (Kl. stimmt laut lachend
zu.) Kurz vor der Erleuchtung. Wir haben dein Stressproblem gelöst,
eigentlich so die ganzen
Muster im Hintergrund. Das ist also das zentrale Lebensthema. (Kl. kommt
immer wieder ins Lachen.)
Kl. Das ist aber ein unheimlich schöner Gedanke.
Th. Ja, ja. Und ich vermute, wenn du deinen Lebenssinn noch nicht gefunden
hast, das ist ja auch wie so ein Durchbruch, da ist Energie drauf.
Kl. Ja genau. Aber irgendwie müssen wir da trotzdem ja noch mal weiterkommen.
Du gestehst mir das zu, und ich fühle mich damit auch sehr wohl.
Aber es ist trotzdem für mich noch ein Geheimnis, wo ich meine Freude
finden kann. Mein Vater sagt mir, ich bin ja eigentlich ein freudiger
Mensch. Indem ich einfach meine Augen aufmache.
Th. Also, wenn ich das richtig sehe, ist das sowas wie , du kriegst das
schon raus. Du hast Geschick mit den Händen, du musst nur dranbleiben
, dann kommt das in Gang. (unverständlich) Also was ich weiß,
ist natürlich: Der Lebenssinn ist etwas ganz Entscheidendes. Wenn
du deinen Lebenssinn findest, löst sich auch der
Krebs auf, denn der ist letzlich auch eine Verweigerung. Keine Lust haben,
nicht dasein. (Kl. Genau) Und wenn du deinen Lebenssinn findest, hast
du etwas, für das willst du dasein, wo die Energie fließt.
Wir können zwar Konflikte auflösen, das ist die eine Seite.
Aber die andere Seite ist, du musst ja auch wissen, wo du mit deiner Energie
hinwillst. Also, der zentrale Punkt ist, wo du diese Energie findest.
Dh. eigentlich, du hast die Qualitäten, du hast das Knowhow, du hast
die Begeisterung: Und du hast sogar das Geld deines Vaters, was du in
dieser Richtung einsetzen müsstest, dann müsste es funktionieren.
Wenn du es in eine andere Richtung einsetzt, macht es dir Schmerzen: dein
Vater ist nicht einverstanden, du hast deinen Lebenssinn nicht, du hast
deine Freude nicht. Und eigentlich ist dann alles, egal was du machst,
für die Katz.
Kl. J a, genau.
Th. Ja, gut, das kann ja sein. Frag ihn doch mal, wieviel Wochen , Monate
er dir zubilligen würde. Jahre will ich jetzt nicht sagen (Kl. muss
wieder laut lachen.) Frag ihn mal, welche Vorstellungen er hat.
Kl. Welche zeitlichen Vorstellungen hast du? Ein halbes Jahr.
Th. Er wirkt ja über die Vorstellungen, die du weißt von ihm.
Du hast ja ein schlechtes Gewissen. Und das ist so der Punkt. Wenn du
ein halbes Jahr Spielraum hast, dann kannst du relativ unbedarft experimentieren,
und dann kannst du deinen Weg finden. Und du brauchst auch ein bißchen
Zeit, denn solche Sachen gehen ja nicht von heute auf morgen.
Gut, damit haben wir das Geheimnis ja prächtig gelöst. Es sah
ja wirklich geheimnisvoll aus. Jetzt müsste die Truhe aufgehen, guck
mal nach. Vielleicht findest du den Schlüssel jetzt, oder sie ist
schon auf.
Ja, die Truhe öffnet sich, und die Klientin findet lauter funkelnde
Edelsteine und ein Buch mit dem Titel “Mein Weg aus der Krankheit”.
Die Klientin ist enttäuscht, an den Steinen hat sie keine Freude
, sie hofft noch auf ein Geschenk. Sie bittet den Zwerg um Hilfe bei der
Suche nach dem Geheimnis, wie sie Freude finden und gleichzeitig Geld
verdienen kann. Der Zwerg rät, daß sie sich selbst einsetzt,
und zwar mit ihrer ganzen Person, und das Ganze auf der immateriellen
Ebene.
Th. Der Zwerg könnte dich ja auch mal mitnehmen in die Zukunft und
dir zeigen, wie dein Leben da aussieht. Wie das ausschaut, was du machst,
was du tust.
Der Zwerg nimmt sie nun mit ins Jahr 2006. Sie hat sich selbstständig
gemacht mit einer Beratungsstelle, in der sie Menschen hilft, die ihre
Lebensfreude verloren haben. “Sei es durch Krankheit, sei es durch
seelische Tiefschläge.” Es sind die unterschiedlichsten Menschen,
und viele möchten auch von ihr wissen, wie sie ihren Krebs überwunden
hat.
Th. Gut, das würde bedeuten, du vermarktest dein eigenes Gelingen,
dein eigenes Freude-finden. Und erreichst sie damit Und damit kannst du
was in Gang setzen, und kannst selbst partizipieren und Geld verdienen.
(Kl. ja) Das ist natürlich ideal. Und wenn das auf solche Tendenz
trifft, die auch funktioniert, dann kann das auch Zukunft haben. (Kl.
ja) Gut, dann frag mal deinen Papa, wenn du so ungefähr in diese
Richtung gehst, ob er das gut findet und damit einverstanden ist.
Kl. Ja, das findet er gut.
Th. Dh. dein Papa würde hinter dir stehen?
Kl. Auf jeden Fall.
Th. Das ist ja genial. Denn der muss hinter stehen. Sonst kriegst du ein
Problem.
Kl. Nee, nee, auf jeden Fall. Und der ist da auch total überzeugt
davon plötzlich.
Th. (unverständlich) und wenn man den richtigen Moment hat, der Zeit
ein bißchen voraus ist, dann kann man damit auch Geld machen. Das
hab ich früher auch so getan.
Kl. Ja, und das hat er mir ja früher auch immer gesagt. Kurz bevor
er starb, hat er gesagt, mach dich selbstständig.................Und
jetzt seh ich die Selbstständigkeit nicht mehr so fern. Und mein
Vater weiß das, der ist sich da sicher.
Th. Gut, dann guck wieder in der Truhe, in deinem 1. Bild nach, was hat
sich verändert? Oder was sagt die Truhe?
Kl. Na, die Truhe bleibt so. Die ist wunderschön. Sie ist für
mich nicht mehr verschlossen. Lässt sich leicht öffnen. Sie
sagt mir, sie ist ja ganz wertvoll. Und ich besitze diese Truhe, mir kann
nichts mehr passieren.
Th. Sie ist der symbolische Ausdruck für das Wertvolle in dir, ja?
(Kl. ja) Sie hat sich verschlossen, weil du offensichtlich den Hinweis
noch notwendig hattest, in dem Normalen das Schöne zu finden. Das,
was offensichtlich nicht sofort auffällt.
Das war jetzt ja echt ne komplizierte Sitzung. (Die Klientin lacht laut
heraus, kann gar nicht wieder aufhören. ) Gut, dann fragen wir noch
mal den Zwerg, gibt es noch was zu tun?
Der Zwerg sagt, sie soll erst mal gesund werden und dann ihre Freude verwirklichen.
Th. Ja, wir haben ja heute auch wieder was getan. Wir wollten ja einen
Konflikt lösen , das war der Konflikt mit deinem Lebenssinn. Und
der Konflikt ist, daß du das Geld deines Vaters so ausgibst, daß
du Freude daran hast, und es auch vermehrst. Das ist ja auch was ganz
Entscheidendes. Daß du in Übereinstimmung mit deinem Vater
bist, haben wir in der letzten Session toll hingekriegt. Und das muss
sich auch fortsetzen. Und deshalb kommt diese auch folgerichtig. Das ist
schon richtig. (Kl. ja)
Gut, dann frag mal deinen Vater, gilt es , aus seiner Sicht noch was dazu
zu sagen, aufzudecken?
Kl. Nee, er ist auch froh, daß das jetzt geklärt ist.
Th. Wenn du ihn so siehst, kannst du sofort das Gefühl herstellen
wie gestern, so diese Verbindung zu ihm?
Kl. Auf jeden Fall.
Th. Er ist total auf deiner Seite?
Kl. Auf jeden Fall. Er ist richtig erlöst auch, daß wir das
jetzt mal gemeinsam besprochen haben. Es war für ihn auch so schlimm,
daß ich in den letzten Jahren so viel gearbeitet hab und so viel
gelitten hab. Und der Rahmen hat einfach für mich nicht gepasst.
Aber ich habs nicht ganz so eng gesehen, denn ich hab diesen Weg erst
mal gebraucht, wo ich mich behauptet hab. Und wo ich mich auch durchgesetzt
hab. Und vielleicht auch krank geworden bin, und dadurch auch die Möglichkeiten
gefunden hab.
Th. Ja, alles ganz stimmig und zusammenpassend. Gut, dann fragen wir jetzt
den Raum, ob wir das jetzt so stehen lassen können, schönen
Platz usw.
Kl. Raum ist das jetzt alles gewesen, was du mir mitteilen wolltest? Ja,
du kannst dich ja jetzt noch mal in dein Himmelbett reinlegen.
Th. Das ist ja schon da.
Kl. Und kannst da mal ganz in Ruhe nachdenken.
Th. Nachwirken lassen, da hast du vielleicht schon Ideen.
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