Ihr Grundlebensgefühl verändert sich:
Kl. (zum Vater): Da hilfst du mir jetzt sehr. Da bin ich so erleichtert,
schon so sehr, daß ich es eigentlich gar nicht mehr brauche.”
Sie ist jetzt als Zwölfjährige noch so locker und fröhlich,
wie sie als Drei- oder Vierjährige war.
Th. Gut, dann geh mit deinem Vater und dem kleinen Mädchen jetzt
mal in deinen Raum der Liebe, den du ganz am Anfang aufgedeckt hast. Du
hast die Tür aufgemacht, da war der Raum der Liebe, geh mal da rein
mit den beiden. Da müsste sich ja jetzt was verändern. Du hast
ja ne ganz andere Beziehung zu dir und deinem Vater jetzt.
Kl. Mein Vater sagt: Was ist das für ein komisches Bett, das muss
erst mal neu überzogen werden, da muss ein bunter Bezug drauf. Dann
müssen wir hier mal Fenster aufmachen und das Zimmer möblieren.
Da muss mal für dich ein schöner Schreibtisch reinkommen.
Der Raum wird nun zu Dritt, der zwölfjährigen I., der heutigen
I. und dem Vater liebevoll eingerichtet. Als sie fertig sind:
Th. Gut, dann sei mal in diesem Raum, spür ihn mal, erleb ihn mal,
spür mal, wie es sich anfühlt, wenn du das alles so siehst.
Und guck auch, wie dein Vater jetzt schaut. Und wie die I. von 12 dieses
Zimmer jetzt wahrnimmt. Wie es ihr geht damit. Der Raum, der mit Liebe
zu tun hat.
Kl. Ja, die I. mit 12 ist glücklich. Oh, was ihr noch fehlt, sie
möchte irgendwo eine Ecke haben, wo sie Theater spielen kann, wo
sie verschiedene Klamotten hängen hat und immer in eine andere Rolle
schlüpft. Das braucht sie noch.
Th. Sie möchte sich ausprobieren...... (Kl. ja)....erlaubs ihr mal,
und dann guck mal, vielleicht welche 1. Rolle sie nimmt. Beobachte sie
mal, wozu hat sie denn Lust? Welche Rolle möchte sie am liebsten
spielen?
Kl. Sie möchte die Königin spielen.
Th. Oh ja, dann soll sie mal ihren Thron einnehmen, ihren Platz. Genau.
Kl. Ich hab aber gern meinen Vater dabei.
Th. Ja, ok, guck mal, ob er bleibt.
Kl. Ja, er freut sich, weil es zu mir so passt.
Th. Ja, das ist auch: deinen Platz einnehmen, deinen Thron einnehmen......Ja
gut, zu einer Königin gehört dann auch irgendwann mal ein König
(Kl. ja). Guck mal, wer da so auftauchen könnte, dein Prinz; wie
es weitergeht in deinem Leben jetzt. Wer so in dein Leben tritt, wer Prinz
sein könnte, welche Erfahrungen du machst............ Guck mal, was
auftaucht.
Kl. Da taucht jetzt plötzlich der G. auf, das war meine 2. große
Liebe, die eben so huit! da war, und huit! auseinanderging.
Th. Gut, dann sag mir mal , wie der ausschaut, welchen Gesichtsausdruck
hat er? Freut er sich , wenn er dich sieht, oder wie ist das?
Kl. Ja, er freut sich sehr. Er ist überglücklich, mich wiederzusehen.
Wir umarmen uns, und er sagt, daß er mich sehr vermisst hätte.
Th. Wie ist das für dich, wenn er dir das so sagt?
Kl. Ja, ich hab ihn dann nicht vermisst....
Th. Sags ihm.
Kl. Ja, ich hab dich nicht vermisst, weil , ja, es war für mich so
schnell zu Ende; ich habs mir einfach ausgeredet. Und die Zeit hat dann
die Wunde geheilt.
Th. Gut, dann sag ihm, du kommst als Partner auf meinem Thron nicht mehr
in Frage. Es geht ja jetzt um diese Königin, guck mal, wie du ihm
was sagen magst. Für dich ist der Platz nicht mehr frei, oder sowas.”
Das tut die Klientin, klärt dann auch für sich, warum die Beziehung
auf Dauer nicht halten konnte. Dann kann sie sich - nicht nur ohne jeden
Groll, sondern in Liebe und mit seinem Einverständnis - von ihm verabschieden.
Th. Und das müsste sich in diesem Raum der Liebe jetzt auch auswirken.
Geh mal hin und guck dir mal den Raum an. Das müsste irgendeine Wirkung
haben. Du hast dich jetzt irgendwie tief versöhnt mit jemand.
Kl. Ja, auf meinem Teppich, da ist so ein kleiner Altar, und da steht
eine rote Rose drauf.
Th. Oh ja, das ist schön. Das Symbol, daß da etwas war, was
einen Wert hat.
Kl. Ja, und das wär schön, wenn sie immer da stünde.
Th. Gut sags mal der Rose.
Das tut die Kientin. und die Rose sagt, sie will sie an die Liebe erinnern.
Th. Ja, das ist eine schöne Begegnung: Wenn ihr euch kennengelernt
habt, habt was Schönes erlebt, und es bleibt was Schönes übrig,
das ist toll. Denn wenn jeder sich so verletzt zurückzieht, hat jeder
ne Verletzung, und das ist schade. Aber wenn ihr euch was geben könnt,
wenn ihr auseinandergeht, so in Achtung und in Liebe, dann ist das was
sehr, sehr Wertvolles gewesen.
Ja, gut, du warst jetzt noch nicht 14 eben, dann haben wir über deinen
Thron gesprochen, und dann kam deine 2. große Liebe. Und es passt
jetzt so natürlich, die Frage zu stellen: Wo ist deine 1. große
Liebe?
Die Klientin muss ganz tief durchatmen, als ihre 1. große Liebe
auftaucht. Sie sieht sich als 25jährige I.. Aber der Mann taucht
jetzt in ihrer IW alt, kraftlos und am Stock auf. Es tut ihm jetzt leid,
daß er sie durch seine Untreue verletzt hat.
Th. Was hat dazu beigetragen, daß er gegangen ist oder du ihn losgelassen
hast, was wars? Guck mal, was auftaucht.
Kl. Ja, er hat dann seine Doktorarbeit in der Pathologie gemacht, und
ich wusste, daß eine Kollegin ein bisschen ein Auge auf ihn geworfen
hat. Und dann hat er bei irgendeiner Feier dann mit ihr geschlafen, und
danach ist er gleich zu mir gekommen und hat mir das gesagt. Und da bin
ich gestorben.
Th. Oh ja, sag es ihm jetzt.
Kl. Und in dieser Nacht, als du mir das gesagt hast, da hat es mir - bildlich
gesprochen - da ist mir die Kehle durchgeschnitten worden. Da bin ich
bei lebendigem Leibe gestorben. (Th. ja) Und ich konnte dann einfach nicht,
ich musste dann raus und ..............
Wir haben uns dann ja noch ab und an gesehen, aber das war dann auch vorbei.
Und wir haben dann nie mehr Kontakt gehabt.
Th. Zeig ihm mal diese I., die da tot da liegt, die aufgeschlitzte, die
soll er sich mal angucken.
Kl. Ja,..........., guck mal, vielleicht kannst du dir das jetzt noch
mal anschauen, wie ich damals gefühlt hab, als du mir das gesagt
hast. Für dich mag das irgendwie die Lösung gewesen sein, für
mich war es der Tod.
Th. Geh mal hin mit ihm und zeig ihm mal....Ich weiß ja nicht, wo
das war, im Bett oder auf dem Sofa oder wo auch immer...
Kl. Das war im Bett...
Th. Und guck mal, ob du diese I. da im Bett noch vorfindest. (Kl. ja)
Dann zeigs ihm.
Kl. Schau mal, ich bin am ganzen Körper kalt. Kalt und erstarrt,
ich war tot, und du hast es nicht gemerkt.
Th. Guck mal, wie er reagiert, wenn er jetzt diese I. dort sieht. Wenn
er sie richtig dort sieht, wenn er fühlt, wie kalt sie ist, soll
sie vielleicht mal anfassen oder ich weiß nicht.... Zeig ihm dieses
Bild.
Kl. Schau mal, hast du das schon jemals gesehen? Du hast ja Leichen seziert,
jetzt lang mich doch mal an. Wie ist das für dich?
Th. Genau, er müsste dich wahrnehmen , wie du da gestorben bist,
wie du da tot liegst.
Kl. Ja, das ist fast für ihn Routine, er ist gar nicht so erschrocken.
Th. Er geht über Leichen
Kl. Er geht über Leichen.
Th. Wie ist denn das für dich, wenn du ihn so siehst?
Kl. Das hab ich ja irgendwie innerlich schon gewusst. (Th. ja) Trotzdem,
jetzt habs ichs gemerkt.
Th. Trotzdem hast du 5 Jahre lang dein Herz an ihn gehängt. Du hast
ihn geliebt. Warst fünf Jahre lang spontan in seiner Nähe. Jetzt
bist du gestorben. Du hast eine tote I. da liegen, wenn du so willst.
Kl. Ja, aber er sagt: Gut, wir haben einfach eine schöne Zeit gehabt,
und das Leben entwickelt sich jetzt für mich in eine andere Richtung.
Th. Gut, aber wie ist das für dich? Kannst du das akzeptieren?
Kl. Ja, ich kann das akzeptieren. Weil, ich will das (unverständlich)
Th. Gut, dann frag mal die I., die da liegt, bist du bereit, das zu akzeptieren.
Kl. Bist du bereit, I., schau doch mal, du hast 5 Jahre deines Lebens
an diesen Mann gehängt. Es war eine tolle Zeit! Du hast sehr viel
erfahren, auch über dich selbst, wozu du fähig bist. Denk nur
daran, wie................................. Du willst ja nicht mit einem
Menschen zusammen sein, der über Leichen geht.
Th. Guck mal, wie die I. reagiert, was sie dazu sagt, die da liegt, guck
mal, was sie sagt.
Kl. (tiefes Seufzen) Ja, das ist die Logik. Aber mein Herz, meine Brust,
das schmerzt.
Th. Ja. Guck mal, I., ob du ihm diesen Schmerz zeigen kannst. Als ob er
raus muss, als ob er diesen Schmerz noch sehen müsste, daß
der dazugehört?
Kl. Schau mal, Z., das hat mich damals so auch mit getroffen, daß
da drin langsam alles abgestorben ist (Th. ja) zuerst mein Herz und dann
meine Brust.
Th. Ja, auch wenn dein Leichenzustand für ihn normal ist, ich denke,
er hätte dich trotzdem lieber lebendig. Wenn ihr auseinandergeht,
solltet ihr lebendig auseinandergehen.
Und ihr müsstet noch irgendetwas machen, damit du wieder lebendig
wirst. Dann hätte er korrekt Abschied genommen, dann wäre es
ok. Sag ihm das irgendwie in deinen Worten, also: Er, der in deiner Innenwelt
wohnt und darin lebt und ein Teil von deinem Gehirn geworden ist, wenn
du so willst, der muss dich wieder lebendig machen, der muss irgendwas
tun. Gib ihm den Auftrag.
Kl. Z., ich versteh dich ja auch........................... Ich finde
es für uns beide als den Abschluss einer schönen Zeit, wenn
wir uns in Frieden, wenn wir unsere Freundschaft friedvoll beenden. Oder
in Liebe beenden. Kannst du mir da helfen?
Th. Ja, genau, er muss irgendwas machen, denn er hat dich quasi tot hinterlassen.
Dieser Teil, der da gestorben ist, der ist quasi tot, den kann er sich
ja anschauen.
Diese Energiebilder, wenn du so willst, die repräsentieren Tod. Und
das müssen wir irgendwie ändern. Da muss er dir helfen, denn
er hat das ja mit verursacht. Guck mal, ob du ihn dazu kriegst.
Kl. Er ist hilflos, er sagt: Tot ist tot.
Th. Ja, klar, aber er hat dich ja mal geliebt. Und warum sollte er dich
so hinterlassen? Da müsste er ja gefühlsmäßig......Guck
mal, was du ihm sagen magst.
Kl. Denk doch mal an unser erstes Zusammentreffen, wo.......
Sie schildert jetzt, wie schön das war, und dann:” diese Energie,
diese Sehnsucht, die wir beide empfunden haben, als wir uns dann plötzlich
doch getroffen haben, und wie schön das war dieser Augenblick.”
Th. Genau, das wäre eine Idee: Nimm doch mal diese beiden Menschen
und bring die dahin und guck mal, ob die Energie nicht auf die beiden
(am Bett) übeschwappen kann. Wir müssen irgendwie eine Verbindung
schaffen zwischen da, wo ihr beide ganz liebevoll wart und verrückt
wart, und was weiß ich, daß diese tote I. wieder erweckt wird
und er auch. Daß er dich liebevoll zurücklässt - das ist
wie ne wörtliche Leiche im Keller, die muss wieder wach gemacht werden,
weißt du?
Vielleicht kannst du ihn herbeiholen und an das Bett stellen, und er kann
die Hand nehmen oder dich küssen wie bei Dornröschen, keine
Ahnung, irgendwas Verrücktes machen, was irgendwie ne Wirkung hat.
Guck mal, was könntest du dir vorstellen?
Kl Unter d e m Aspekt, diesem schönen Aspekt, praktisch unser zweites
Zusammentreffen,
würde ich dich auch gerne noch mal ganz liebevoll in den Arm nehmen
und dir auch sagen wollen, das war einfach eine ganz tolle Zeit für
uns. Und dennoch muss jeder seinen eigenen Weg gehen, aber es war einfach
wunderschön.
Th. Vielleicht kann dieser tolle Mann, dich wie du da im Bett liegst,
berühren oder ................ wachmachen (Kl. ja), guck mal, ob
du ihn holen kannst. Daß er selbst diese Tote liebt, dann müsstest
du wieder lebendig werden. Irgendwie sowas, hol ihn mal herbei.
Kl. Kannst du mich jetzt noch mal so in den Arm nehmen?
Th. Ja, genau, das wärs.
Kl. Ja, das kann er.
Th. Das kann er. Dann beobachte euch beide mal und guck mal, wie es sich
anfühlt und was passiert.
Kl. (mit ganz lebendiger Stimme) Ja für einen Augenblick - das war
auch ein sehr schöner Mann!! - kommt wieder Leben in seinen Körper
rein, ja, es ist wie so eine Energiekugel plötzlich, wie so zwei
Menschen, die sich wieder verschmelzen.
Th. Genau, guck mal, ob diese Energie reicht, daß die I., die da
tot im Bett liegt, ob die wieder wach wird, lebendig wird. (Kl. Ja, ja!)
Wir müssen sie erreichen, daß ist wichtig.
Kl. Ja, die Energiekugel durchströmt meinen Körper und lässt
praktisch die Leichenstarre verschwinden.
Th. Ja, genau, und dann guck mal, ob du die Augen öffnest und wieder
lebendig wirst. Das ist ganz wichtig.
Kl. Ja!!!Ich spring auf jetzt!!
Th. Weil: Ihr dürft beide keine bleibenden Schäden hinterlassen.
Das ist wichtig. .....Und dann guck mal, welche Form des Abschiedes du
finden könntest mit ihm. Das ist wichtig. Guck mal, wie du ihn verabschieden
kannst. Es war eine sehr schöne Zeit, aber du lässt ihn los.
Guck mal, daß du deine Gefühle, deine Liebe, daß du alles
bei dir behälst, daß du weiterhin diese Gefühle hast.
(Kl. ja) Nicht, daß du dichtmachen musst, denn dann verlierst du.
Kl. Ich bewahre meine Liebe als Geschenk von dir in mir, meine Liebe,
die ich von dir gekriegt hab (Th. ja), also diese Zeit, die bewahr ich
in mir. Und ich würde mich freuen, wenn du dieses Geschenk auch entgegennehmen
könntest. (Th. ja) Daß wir diese Liebe, die uns ja eine Zeit
begleitet hat, als Geschenk in uns bewahren.
Th. Ja, guck mal, wie er darauf reagiert.
Kl. Jaaa, es ist für ihn, so hab ich jetzt grad das Gefühl,
für ihn auch wie eine Erlösung.
Th. Ja, genau, denn er hat auch Schuldgefühle gehabt, das hat sich
für ihn auch nicht gut angefühlt ............... (Kl. ja)
Gut, jetzt machen wir allerdings einen Härtetest: Jetzt sei noch
mal in deiner Wohnung, wo du damals auch warst, und er kommt rein und
beichtet dir von dieser Nachtschwester oder wer immer das war. Und du
beobachtest deinen Körper, ob es juckt oder wehtut usw. Denn wenn
du ihn wirklich losgelassen hast, ihn wirklich liebst, dann freust du
dich mit ihm oder was auch immer. Und wenn nicht, dann tut es weh. Also
lass ihn noch mal auftauchen und hör noch mal, was er erzählt.
Kl. Mmm, er sagt mir jetzt grad, wie das passiert ist; er wollte das gar
nicht, und ich sag zu ihm: Es gehören immer Zwei dazu, und wenn du
das wolltest, war das für dich in dem Moment ein Bedürfnis.
Für mich ist es aber kein Bedürfnis, mit einem Mann zusammen
zu sein, für den andere Frauen auch wichtig sind. Wenn du das Bedürfnis
hast, dann befriedige deine Bedürfnisse, aber ich hab das Bedürfnis
nicht, mit einem Mann zusammen zu sein, der alle (unverständlich)
lang eine andere Frau braucht.
Th. Guck mal hin, wie er reagiert darauf.
Kl. Ja er versteht es.
Th. Und jetzt achte noch mal darauf, wenn du ihm das so sagst, ob es in
der Brust noch schmerzt.
Kl.Nein, es schmerzt nicht mehr.
Th. Dann sag ihm das auch: Es tut gar nicht mehr weh, wenn ich von dir
Abschied nehme oder sowas.
Kl. Es tut nicht mehr weh, wenn ich von dir Abschied nehme.
Th. Dann guck mal, wie er darauf reagiert.
Kl. Das freut mich. So soll es sein.
Th. Dann war die Zeit nämlich auch sehr wertvoll, und ihr habt euch
gegenseitig etwas sehr Schönes gezeigt. Euren Ausschnitt des Lebens
gezeigt, und ihr dürft euch nicht in Schmerzen zurücklassen.
Denn dann verlieren beide.
Kl. Ja, er hat jetzt auch, wenn er jetzt weggeht, nicht mehr diese fahle
Haut.
Th. Ja, genau. Denn das ist das Kriterium dafür: Er müsste auch
wieder jünger geworden sein oder sowas. (Kl. ja) Denn das ist auch
was, was ihn hat altern lassen.
Th. Ja, und jetzt geh auch wieder zurück in deinen Raum der Liebe
und guck, was sich da jetzt so getan hat. Wie hat der sich verändert?
Kl. Ja....es ist ein zweites Bett dazu gekommen, so als ob ich das zweite
Bett, den nächsten Teil für meinen wirklichen Partner vorbereiten
möchte.
Th. Also, das Bett ist quasi wieder leer.
Kl. Das ist leer.
Th. Das heißt, es könnte jetzt jemand wieder kommen. Und vorher
war der Platz besetzt, und deshalb gab es das Bett auch nicht mehr.
Wie ist denn das für dich, wenn du siehst: Ah, da ist wieder ein
Platz an meiner Seite, offensichtlich.
Kl. Angenehm.
Der Th. schlägt nun vor, ihren “Traumprinzen”, den es
ja schon irgendwo gibt, in diesem Raum der Liebe auftauchen zu lassen.
Die Klientin geht freudig darauf ein, und er erscheint, geht selbstverständlich
und zielsicher auf sie zu, und beide spüren ihre Zusammengehörigkeit.
Sie erzählt ihm von ihrem Brustkrebs, und ganz selbstverständlich,
will er mit seiner Liebe dazu beitragen, daß sie gesund wird.
Th. Heißt das, daß da ein Wesen ist, daß dich einfach
liebt, dich einfach lieb findet? (Kl. ja) Ja, wenn du liebst, dann heilt
das ganz tief. Denn das muss eine Wunde sein, die mit ungeliebt sein,
zu tun hat, mit abgelehnt sein und mit Erschrecken... Ja, wenn er da ist,
kann er dir ja mal die Hände auflegen oder sowas, oder dich in den
Arm nehmen, irgendwie sowas.
(Kl. ja) Das müsste doch gehen.
Kl. Er nimmt mich gerade in den Arm. (Sanfte Musik wird eingespielt, längere
Pause.)
Nun juckt plötzlich ihre Haut überall. Die Botschaft: Du sollst
dich häuten, also symbolisch gesprochen, ganz viel Altes zurücklassen.
Sie soll ihre 23jährige Tochter loslassen, damit diese ihren eigenen
Weg gehen kann. Die Tochter wird geholt , und die beiden einigen sich
darauf, sich für diesen Schritt noch ungefähr 1 Jahr Zeit zu
lassen.
Aber die Haut juckt weiter und will damit die Klientin darauf hinweisen,
daß sie Angst hat, ihr Brustkrebs könnte sich ausbreiten. Der
Brustkrebs wird direkt gefragt und fordert, daß sie sich wirklich
ändern muss und sich z. B. nicht ständig überfordern darf.
Sie einigt sich mit ihm darüber, wie das funktionieren kann, und
das Jucken lässt nach, ist aber noch zu spüren:
Sie fragt nach bei der Haut, und hört: Sie soll auch ihre Angst,
in Existenznot zu geraten, noch angucken. Als diese Angst die Gestalt
einer Mauer einnimmt, erkennt die Kl., daß ihre Angst sie schützen
will.
Th. Frag sie doch mal, die Mauer, vor was sie dich schützt.
Kl. Vor was schützt du mich? Ich schützt dich vor dir.
Th. Mm, verstehst du die Antwort? (Kl. ja) Dann lass mal die I. auftauchen,
vor der du geschützt werden musst. Wie sieht die aus, was machts
sie?
Kl. Die ist chaotisch. Sie sagt, sie hat gute Ideen, ja, sie möchte
eine Sache machen, und dann kommen wie so auf Knopfdruck all die Sachen,
die sie vorher noch machen muss. Also, ich lenk mich permanent ab, oder
ich bring mich permanent von meinem Weg.
Th. Das ist auch mit Häuten gemeint. All die Sachen müsstest
du transformieren, anders machen. (Kl. ja) Oh ja, das ist ein ganz gutes
Programm, und das noch unter Stress. ( Kl. lacht, Th. lacht mit)
Th.: Das juckt dich natürlich, das ist klar. Naja, gut, wir sind
jetzt heute an deinem Raum dran, deinem Raum der Liebe; guck mal, ob der
davon beeinträchtigt wird, wenn es dich so juckt. Vielleicht ist
es ja auch schon ein anderes Thema. Ich will nur mal gucken, ob das zusammenhängt.
Guck mal, hat der sich verändert dadurch, daß wir übers
Kratzen und Jucken und Häuten gesprochen haben? Ist der Raum selbst
davon berührt oder ist das schon ein anderes
Thema? Sei noch mal in dem Raum und schau dich um.
Kl. Ja, in dem Raum sind jetzt Bilder, da sind Visionen drauf.
Th. Mmm, das ist ja spannend.
Genau, Und gerade hier ist: Aufnahme Ende!!!! |