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Reiz - Reaktionsprinzip: Tritt ein Reiz auf und
löst dieser eine Reaktion aus, kann er mit einem anderen Reiz kombiniert
werden. Durch Wiederholung wird diese Ankerung gelernt und in den synaptischen
Verbindungen des Gehirns geprägt. Tritt ein Reiz auf und löst
zusätzlich Gefühle aus, ist die Ankerung besonders intensiv.
Auch der Kontext - z.B. die Umgebung - wird als Ankerung gespeichert.
Ein Reiz verbindet sich auch mit innerlich schon abgespeicherten Erfahrungsmustern.
So genügt oft nur ein kleiner äußerer Reiz - Bild,
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Pawlow findet Grundlage des Lernens Der amerikanische Forscher Skinner (1904-1990) begründete aufbauend auf dem Behaviorismus eine Psychologie, die nur das objektiv beobachtbare und meßbare Verhalten zur Grundlage ihrer Wertung macht und nannte sie 1951 Verhaltenstherapie. Die Anpassung an die Umgebung (Lerntheorie) spielt eine zentrale Rolle. Dabei werden Regeln angewendet, die aus der experimentellen Lernpsychologie abgeleitet sind und die überwiegend auf Rattenversuchen basieren: systematische Desensibilisierung, operantes Konditionieren, Imitationslernen etc. Auf tiefenpsychologische Deutungen und innerpsychisches Erleben wird verzichtet. Verhaltenstherapie wird bei neurotischen und psychotischen Störungen eingesetzt und vor allem auch bei psychosomatischen Erkrankungen und Suchtkrankheiten. Sie gewinnt ab den 80er Jahren neben den psychoanalytisch orientierten Verfahren als gleichwertige Säule in der klinischen Praxis an Boden und wird von den Krankenkassen bezahlt.
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Der
Kontext ist wichtig!Polnische Wissenschaftler untersuchten vor einigen Jahren die Pawlowsche Hundekonditionierung. Sie stellten fest, daß der Hund nach dem Training auch eine Speichelabsonderung bekam, obwohl kein Ton der Glocke erklang, da sie den Klöppel ausgebaut hatten: Der Kontext wirkte ebenfalls als Ankerung! Das Bild der Umgebung und der Ablauf des Versuchs waren im Hundegehirn gespeichert, und dies reichte aus, den Speichelfluß zu erzeugen. Ankerungen sind nicht nur linear, sondern vielschichtig und komplex. Vollständiges Löschen von komplexen Ankerungen, geschieht nur in synergetischen Prozessen! Kontext-Ankerungen sind der Hintergrund für automatische Symmetriebrechungen. |
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