Wie Neues entsteht von Bernd Joschko

Titelthema, Synergetik News 3

Dem konservativen Denken entspringen zwei massive Denkfehler: Es gäbe eine unabhängige, globale, objektive Wahrheit und alles sei statisch und nur noch nicht ausreichend erfasst. Doch dabei besteht die Welt nicht aus unabhängigen, voneinander getrennten Elementen, sondern alles wirkt aufeinander ein. Die Lehre vom Zusammenwirken - der Synergetik - ist daher für die Beschreibung von Naturvorgängen - von natürlichen Vorgängen - besser geeignet. Beschäftigt man sich sogar noch mit menschlichem Verhalten oder sogar Heilungsvorgängen, ist die mechanistische Sichtweise gefährlich, denn die Einflüsse der Seele sind schwierig zu erfassen und zu bewerten, geschweige denn zu messen.

Der Mensch ist eine Erscheinung der Evolution und dort gab es nie Stillstand. Alles entwickelt sich ständig weiter, gebirt neue Formen und Strukturen, neue Wirklichkeiten. Es ist ein ständiger in Wechselwirkung stehender Prozeß der Veränderung wahrnehmbar. Auch der Mensch unterliegt diesen Gesetzmäßigkeiten. Doch wie genau lassen sich diese Gesetze beschreiben oder sogar anwenden, um absichtlich etwas Neues - gewünschtes - zu erzeugen?

Es ist unglaublich, aber es gibt trotz hunderter verschiedener Wissenschaftszweige keine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Erforschung der Gesetzmäßigkeiten der Entstehung von Neuem beschäftigt: Emergenz - dieser Begriff ist ein noch unerforschtes Geheimnis.

Natürlich, die Technik produziert täglich Neues, neue Erfindungen verändern die Welt ständig, von daher erscheint die Frage albern. Doch wenn wir genau hinschauen und gezielt einen neuen Zustand erzeugen wollen, wird es sehr schwierig: Wie können wir einem kranken Menschen zu mehr Gesundheit verhelfen, beispielsweise seinen kranken Körper mit einem Krebswachstum in einen gesunden stabilen Zustand überführen? Oder die Lebensqualität, Freude, Fröhlichkeit, Leichtigkeit erreichen? Jeder Pfarrer spricht von Nächstenliebe, selbst der Arzt Rüdiger Dahlke fordert auf, „liebe Deine Feinde“ - doch wie geht das? Gibt es dazu Gesetzmäßigkeiten?

Synergetik Therapeuten können dazu ein eindeutiges „Ja“ abgeben. Sie erleben es immer wieder, daß durch die synergetische Arbeit neue innere Realitäten erzeugt werden - mit konsequenten Auswirkungen.

Schon Platon meinte, daß nur das wirklich ist, was Wirkung ausübt. Er definierte somit: „Alles was ist, ist Wirkung.“

Die traditionelle Wissenschaft ist keineswegs am Ende, oder hat versagt, sondern vielmehr geht die Epoche ihres weltgeschichtlichen Aufstiegs und ihrer Durchsetzung zu Ende. Das ist etwas anderes. Der auf Idealisierung und Abstraktion beruhende physikalische Objektivismus wird mittlerweile als ungenügend angesehen, wenn es sich um komplexe Systeme handelt. Diese sind durch ein hohes Maß an Wechselwirkung gekennzeichnet. Daher erweist sich die grundsätzliche Methode der traditionellen Wissenschaften, nämlich der Abstraktion, als ungeeignet. Der Mensch ist solch ein komplexes System, denn im Vordergrund steht seine konkrete Individualität.

Spätestens seit Heisenberg weiß man, das es keine Teilchen, sondern immer nur Wechselwirkungen gibt. Jeder Moment ist einzigartig - nur einmal da. „Niemand kann zweimal in den selben Fluß steigen“ (Heraklit) - er verändert sich im selben Moment durch das Ereignis selbst. Von daher gibt es in der Natur auch keine Ursache und keine Wirkung.

Die Natur ist nur einmal da - im Hier + Jetzt - gleich ist sie „weitergewandert“ - wieder im Hier+Jetzt - trotzdem ist die Natur offensichtlich nicht willkürlich, sondern geschieht nach geheimnissvollen Gesetzmäßigkeiten. Wenn man sie untersuchen will, griff man früher zur Abstraktion - doch dabei wird die Natur leblos, verliert die Einzigartigkeit des konkreten Ereignisses. Kann man das Individuelle jemals wissenschaftlich erfassen? Nein? In jeder Einzelsitzung der Synergetik Therapie - in jeder dieser Innenweltreisen geschieht unerwartendes, geheimnissvolles unerklärliches, trotzdem gibt es dabei Vorhersagbares und Übereinstimmungen, also Gesetzmäßigkeiten. Der Ablauf beinhaltet Gesetzmäßigkeiten - der Inhalt ist immer wieder sehr überraschend.

Diese empirische Beschreibung des reproduzierbaren Prozesses, der immer wieder zu neuen Ordnungsmustern führt, ist in potentiellen Handlungsanweisungen untergebracht und damit für jeden erlernbar. Synergetik Therapie liefert somit klare Informationen für eine Emergenztheorie, das heißt eine Theorie, die allgemein die Entstehung neuer Systemeigenschaften aus alten beschreiben kann. In den Innenweltreisen wird dieser Prozeß sogar mit allen Sinnen erlebt, also somit „erlebte Wirklichkeit“ - die Wirkung wahrgenommen - die Wahrheit genommen. Will man solche Prozesse traditionell wissenschaftlich beschreiben, muß man sie abstrahieren, also ein Modell davon entwerfen und schon geht die „Dynamik“ verloren - so als ob die Zeit angehalten wird, der Mensch zu einer Statue einfriert. Die Essenz des Momentes, die Einzigartigkeit ist vorbei. Von daher kann es gar keine Wissenschaft von der Wirklichkeit geben, sondern nur von notwendigen Bedingungen für eine wissenschaftliche Denkweise:

Die Wirklichkeit ist prozessual und keineswegs statisch, sie ist immer individuell (diskret) und lokal und erscheint dem Beobachter an diesen Orten strukturiert. Sie existiert in ständiger Wechselwirkung, ist also auch ein ständiges sich verwandelndes Produkt des Beobachters an der Beobachtung. Dieser wechselseitige Prozeß, in dem im jeweiligen Hier+Jetzt Informationen und somit Wirkungen ausgetauscht werden, konstituiert erst die Wirklichkeit. Jedes Ereignis ist neu! Aber hat es auch neue Qualitäten oder sind diese nur hochgerechnet? Der neue Zustand muß zum alten in irgendeinem Verhältnis stehen. Wenn er das tut, kann man ihn auf den alten reduzieren und somit ist nichts Neues entstanden. Wenn er aber in keinem Verhältnis zum alten Zustand steht, ist dies alles völlig unbegreiflich und eher ein Wunder als ein wissenschaftlich erfaßbarer Vorgang - man kann garnicht sinnvoll darüber reden. Also woher kommt dieses Neue, wenn es keine „Hochrechnung“ ist?

Darauf geben die Erfahrungen aus vielen tausenden Einzelsitzungen der Synergetik Therapie Auskunft: Aus dem Kontext - aus dem begleitenden Umfeld aller weiteren Informationen formt sich durch Selbstorganisationsprozesse gleichsam im Umschlagpunkt die neue Struktur und zwar um so stärker, je mehr gleichzeitig kurz vorher der Kontext geändert wurde.

Anders formuliert: Je größer das vorangegangene Chaos, des stärker die auftretende neue Ordnung. Diese Selbstorganisationsphänomene sind dadurch charakterisiert, daß es in komplexen dynamischen Systemen - also im Gehirn des Menschen - zu einer spontanen Ordnungs- oder Musterbildung kommt. Dieses Phänomen läßt sich sozusagen bei der Entstehung selbst beobachten: Da es im eigenen Kopf geschieht, läßt es sich sogar mit allen Sinnen erfassen - also auch der „Geschmack des Vorgangs“ erleben.

Wie Neues entsteht ist also kein reflektorischer Vorgang als Vorstellung, sondern erlebte Wirklichkeit mit allen konsequenten Auswirkungen. Da diese Selbstorganisationsvorgänge als Basis innere Bilder - also innere Zustände - haben, korrespondiert die spontan erlebte neue Wirklichkeit auch mit allen anderen inneren Wechselwirkungen des Menschen - also auch mit Spontanheilungen. Synergetik Therapie ist also eine Anleitung zur Spontanheilung. Diese Selbstheilung kann naturgemäß nicht direkt hergestellt werden, denn diese neuen Zustände korrespondieren mit oftmals massiven Veränderungen des Kontextes: der Veränderung der Abspeicherung von Informationen im Gehirn. Diese Wechselwirkungen unterliegen geheimnisvollen Vorgängen im Gesamtinformationsfeld: Gott läßt sich nicht in seine Karten schauen. Oder anders formuliert: Im morphogenetischen Feld (Sheldrake) werden unsichtbare Informationsstrukturen angeregt bei diesem Prozeß mitzuspielen.

Die Konsequenz aus diesen Zusammenhängen heißt allerdings auch: Selbstheilung läßt sich erzwingen, nur die Form und der „Geschmack“ der Realisierung läßt sich nicht vorhersagen. Wenn wir eine Eichel in den Boden geben, zwingen wir sie zu einer Eiche heranzureifen, nur die Form des individuellen Baumes läßt sich nicht vorhersagen. Auch wenn wir den Vorgang biologisch wissenschaftlich aufschlüsseln würden, könnten wir nichts wesentlich Neues über den „Schöpfungsakt“ aussagen, sondern nur Bemerkungen über die begleitenden materiellen Vorgänge tun. In diesem Sinne sind Synergetik Therapeuten Gärtner und keine Biologen, sie kennen die Gesetzmäßigkeiten der Initiierung von Selbstheilungsprozessen - ausführen und erleben muß dies der Klient selbst, denn es ist sein Veränderungsprozess! Sein inneres Handeln ist sein Ordnungsparameter, der zu höheren Freiheitsgraden führt und somit zu einer stärkeren Differenzierung der Wahrnehmung und des Umgangs mit Wirklichkeiten: Seine Selbstverantwortung wächst naturgemäß im gleichen Maße mit.

Genau genommen gibt es gar keinen dauerhaften Gesundheitszustand, denn jeder Mensch greift ständig in sein Informationssystem ein, er kann garnicht nicht reagieren. Von daher befindet er sich auch nie im stabilen statischen Gleichgewichtzustand oder er muß ihn sich ständig erarbeiten.

Ähnlich ist es in der Ökologie. In der traditionellen Ökologie wird die Natur als ein stabiles Gleichgewichtssystem behandelt, in das der Mensch von außen eingreift, dadurch den Frieden mit der Natur stört und sie so erst ins Ungleichgewicht bringt. Doch die Natur läuft ebenfalls wie der Mensch ständig über „Instabilitätspunkte“ - sie ist somit in einer ständigen Herausforderung begriffen; genauso, wie das menschliche Wachstum. Der esoterische Gedanke, wir müßten uns nur erinnern, alles sei schon mal dagewesen, ist evolutionärer Unsinn. Die Sehnsucht zurück ins Urparadies ist nur die kaschierte Verweigerung neue Herausforderungen anzunehmen, sich das Paradies jeweils neu zu erschaffen. Es reicht nicht aus, wahrzunehmen, daß der Mensch sich in eine polare Einschätzung über die Welt eingelassen hat und nur diese Bewußtseinsarbeit der Überwindung zu leisten hat. Sondern seine Informationsstruktur befindet sich ständig in Wechselwirkung mit der Gesamtexistenz und somit sind seine Symptome sichtbarer Ausdruck der Konsequenzen. Symptome sind immer ehrliche „Warnlampen“ und dumm ist, wer sie ausdreht. In diesem Sinne ist die Symptomvernichtungsarbeit in der traditionellen Medizin sehr ungeschickt, denn man vernichtet gleichzeitig die Indikatoren der Heilungsvorgänge.

Man vernichtet das Ungewollte, das Böse, das „teuflische“ - die Krankheit. Die traditionelle Medizin ist somit zutiefst abergläubisch und unwissenschaftlich. Die Krankheit kommt von Gott oder dem Teufel (als Bestrafung, Karma?) der Krankheitsträger ist das unschuldige Opfer oder pauschal mit der Erbsünde belastet. „Der Krebs war „bösartig“ - man mußte ihn entfernen: dümmer und direkter kann sich unwissenschaftliches Denken nicht entlarven. Dabei wäre es ehrlicher zu sagen: Wir müssen den Prozess des Krebswachstums stoppen, um Schlimmeres zu verhüten, denn wir haben keine Ahnung, wie Heilung funktioniert. Wir wissen nicht, wie man Neues herstellt: Eine neue stabile Gesundheitsordnung.

Traditionelle Medizin ist reine Erfahrungskunde, hat mit Wissenschaft nichts zu tun, außer vielleicht, daß sie wissenschaftliche Technik verwendet. Die Aufrechterhaltung dieser gigantischen Gesundheitsindustrie mit einem Gesamtumsatz von jährlich 500 Milliarden, orientiert sich selbstverständlich nicht an Wissenschaftlichkeit, sondern an ökonomischen Interessen. Manche Patienten gehen allerdings von der naiven Annahme aus, sie würden mit modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen versorgt und das oberste Ziel wäre Heilung. Heil sein, ganz sein, gesund sein usw., ist allerdings ein neuer Zustand und somit das Ergebnis von Veränderungsprozessen.

Menschen und ihre Krankheiten lassen sich nicht aus der Sicht der Erbmoleküle verstehen. Es gilt nicht nur, deren Einbettung in das Geschehen erner Person zu bedenken, sondern auch deren evolutionäre Geschichte zu beachten. Wer Krankheiten genetisch erklären will, wird auf die Frage treffen, warum es überhaupt Gene mit Krankheitswert gibt. Auch die heutige Gehirnforschung hat sich nie mit der Innenwelt befasst. Die Forscher wissen soviel, wie ein Passagier im Flugzeug über das Land unter ihm. Man kann genauso wenig über das Wissen um ein H2O-Molekül auf das fließende Wasser schließen, wie aus dem Wissen um die Gene auf das Leben und damit auf Krankheit und Gesundheit. Jedes Ereignis hat das Recht, das wir es mit Respekt behandeln, denn es ist ein Ausschnitt aus der Wirklichkeit und darin liegt das Geheimnis um das Leben ebenso, wie in der Entstehung von Neuem. Doch reizt es natürlich, von Gottes Handwerk präzise zu lernen

Wie Neues entsteht, wird damit zur zentralen wissenschaftlichen Frage: Wie lautet die Emergenztheorie? Wie entsteht genau eine neue Eigenschaft, wie emergiert ein neuer Zustand aus einem alten?

Synergetik Therapie hat als wissenschaftliche Basis die Synergetik Hermann Hakens - die Lehre vom Zusammenwirken. In dieser Theorie werden die emergenten Vorgänge mathematisch erfasst. Sie zeigt auf, unter welchen Bedingungen ein bisher stabiles System plötzlich instabil wird, zusammenbricht und wieder in einen neuen andersartigen stabilen Zustand hineinläuft. Die Synergetik kann, wenn man ihr die Bedingungen kurz vor dem Instabilitätspunkt angibt, voraussagen, welche neuen Strukturen entstehen werden. Ein vereinfachtes Beispiel: Wenn man ihr die Konzentration bestimmter chemischer Substanzen in einem Pflanzenstengel vorgibt, kann sie prognostizieren, welche Blattform diese Pflanze ausbildet, nachdem die Konzentration eine bestimmte kritische Höhe - den Instabilitätspunkt - überschritten haben. Diese Höhe kann sie berechnen.

Sie kann jedoch auch nichts über das Geschehen direkt im Instabilitätspunkt aussagen. Dies läßt sich in der Synergetik Therapie allerdings aktiv erleben und ist ein lebendiges Geschehen in fraktalen Mustern. Nur der Klient kann diesem subjektiven Erlebnis Sinn geben, daher zeichnen wir diese Erlebnisse der Innenweltreisen auf Tonband auf, sodaß sie anschließend im größeren Kontext immer wieder reflektiert werden können. Zu welchen Schlußfolgerungen der einzelne Klient kommt, ist sekundär und nicht an die Methode der Synergetik Therapie gebunden.

Die Innenwelt ist rein phänomenologisch und nicht objektivierbar. Was wir normalerweise durch Messungen in Erfahrung bringen können, sind immer nur Wechselwirkungsmöglichkeiten und an die Randbedingungen der in diesem Zeitpunkt vorherrschenden experimentellen Möglichkeiten gebunden. Dies gilt auch für Eigenschaften: Etwas hat die und die Eigenschaft bezüglich dieses und jenes Meßverfahren. Die Erscheinungen der Innenwelt - die Gehirnbilder - bleiben geheimnisvoll und sind doch als ständige menschliche Grundlage als inneres Abbild des Phänomens „Mensch“ oder Seele des Menschen anzusehen. Es lassen sich keine sinnvollen Aussagen darüber machen, sondern nur Randbedingen herstellen, in denen diese Begleitphänomene der Strukturkippung auftreten und diese neuen Eigenschaften wirken. In der Synergetik Therapie kennen wir diese Randbedingungen sehr gut als Basishandwerkszeug und erzwingen somit emergentes Verhalten: Neuorganisation durch Selbstorganisation und somit Selbstheilung. Diese Art der wissenschaftlichen Betrachtung der Erforschung von Wirklichkeit ist entgegengesetzt der traditionellen Sichtweise, die nie an individuellen, konkreten Dingen und Ereignissen interessiert ist.

Werner Heisenberg sagte einmal: „Die Welt ist ein einmaliger Vorgang, also gewissermaßen ein Experiment, daß nicht wiederholt werden kann, so daß die Existenz eines Gesetzes - etwa in der Form: Immer dann, wenn dies geschehen ist, muß auch jenes geschehen - gar nicht nachgeprüft werden kann.“

Der Prozeß der Entstehung neuer Eigenschaften eines Systems ist traditionell wissenschaftlich völlig ungeklärt. Die phänomenologische Theorie der Synergetik Herman Hakens bietet sich dazu hervorragend an. Die Synergetik ist keine vorläufige Theorie, sondern eine Intertheorie, das heißt eine Theorie, die völlig verschiedene andere Theorien in ihrem Anwendungsbereich einbezieht und diese Theorien beziehungsweise die Phänomene, die sie beschreiben, durch mathematische Analogien verknüpft. Die Synergetik ist damit das, was man eine letzte Theorie nennt, sie ist ihre eigene Metatheorie und hat keine andere Theorie über sich: Sie erklärt sich selbst analog dem Satz:

Dieser Satz hat fünf Wörter.

Die Synergetik beschreibt emergente Selbstorganisation, wie durch durch Selbstorganisation Neues entsteht. Herman Haken hält sie mittlerweile für die Emergenztheorie schlechthin: „Die Synergetik kann als eine allgemeine Emergenztheorie angesehen werden.“ (1989, 13. Internationales Wittgensteiner Symposium).

In der Synergetik Therapie kann das Geschehen an dem Punkt der Zustandsänderung durch Selbstorganisation selbst erlebt werden und damit Emergenz. Somit stellt die Synergetik Therapie Werkzeuge bereit, direkt Emergenz zu erzeugen. Sie kann der wissenschaftliche Emergenztheorie wertvolle Hinweise zur Erklärung dieses Geschehens geben.

Viele Beispiele zur Selbstheilung zeigen die gesellschaftliche Relevanz auf. Bei Gorbatschow’s Frau wurde Leukämie diagnostiziert. Auf Nachfrage von Gorbi - der uns die Einheit schenkte - bei Bill Clinton und Gerhard Schröter wurde seine Frau in die Uni-Klinik Münster zu Prof. Thomas Büchner gebracht und verstarb dort (verursacht durch Chemotherapie?).

In den Krebskliniken wird bisher noch nach traditionellen „wissenschaftlichen“ Methoden gearbeitet. In einer benachbarten Klinik diagnostitzierte Prof.Gropp ein Jahr vorher der Patientin xxx ebenfalls Leukämie. Doch diese lehnte die dargebotene Chemotherapie ab, da ihr Mann nach Dr. Hamers Sichtweise wußte, daß Leukämie ein Selbstwerteinbruch repräsentiert. Prof. Gropp rief der Patientin noch auf dem Flur nach: „Wenn Sie nicht Montag zur Chemo kommen, sind Sie in drei Monaten tot“. Auch ein Arztkollege Prof. Pralle bestätigte diese Diagnose in einem ausführlichen mündlichen Gespräch mit dem schriftlichen Vermerk auf dem Diagnosebericht: „Ich habe ziemlich direkt auf die Patientin und ihre Begleiterin eingewirkt“. Die Klientin ging jedoch direkt zur Selbstheilung ins Synergetische Therapiezentrum Kamala und nahm 20 Einzelsitzungen, in denen sie innerlich aufräumte und auch innere Handlungskompetenz lernte, um sich im anschließenden Leben wieder selbstbewußt zu verhalten. Sie erarbeitete sich somit ein neues Leben. Heute - nach eineinhalb Jahren - hat sie wieder völlig normale Werte und erfreut sich bester Gesundheit.

Zufall? Zufall heißt, die Existenz ist so determiniert, das dieses Ereignis einem zufällt - es war so fällig, das nur dieses Ereignis eintreten konnte. Die Tatsache der Existenz dieses Ereignisses ist der beste Beweis dafür.

Die Biochemikerin Caryle Hirshberg hat sich eingehend mit Spontanremissionen befasst und in der „Psychologie heute“ erklärt, daß viele berichtet hätten, sie hätten sich und ihr Leben grundlegend verändert. Die meisten hätten einen starken Lebenswillen gehabt. Sie hätten die Diagnose akzeptiert, aber nicht die damit verbundene Prognose. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt der japanische psychosomatische Mediziner Professor Yurijo Ikemi: Er befürwortet deshalb die „Therapie durch ein erfülltes Leben“. Der Patient soll sich aktiv an der Bewältigung der Krankheit beteiligen. Es werden Eigenschaften gestärkt, die bei unerwartet Genesenen ausgeprägt sind.

Traditionelle wissenschaftliche Experimente sollen die Reproduktionsfähigkeit von Wirklichkeit absichern, doch dabei sollte man nur nicht glauben, ein Experiment sei etwas Konkretes - Ehrliches, Echtes. Es ist nur als idealisiertes Experiment „wissenschaftsfähig“, denn es muß präpariert werden, dies verfälscht die Erforschung der Realität.

Beispiel: Wenn man Ratten mit Zigarettenrauch beatmet, entwickeln sie alle Lungentumore. Daher ist es wissenschaftlich - „Rauchen erzeugt Lungenkrebs“ - steht auf jeder Zigarettenpackung. Doch in der Wirklichkeit rauchen Ratten nicht. Sie haben jedoch einen angeborenen Reaktionsreflex zur Flucht bei Feuer und Rauch. Daher - so der umstrittene Arzt Dr. Hamer wird der Lungentumor durch einen Todesangstkonflikt der Ratten ausgelöst, da diese nicht - wie in der freien Natur - weglaufen können. Hätte man für dieses „wissenschaftliche Experiment“ Hamster genommen, sähe das Ergebnis anders aus. Hier wird deutlich, das das Ergebnis immer auch von den Randbedingungen abhängig ist. Die Pharmaindustrie macht sich dies zu nutzen, indem sie zielorientiert Tiere für die jeweilig gewünschten Ergebnisse aussucht.

Solche „wissenschaftliche“ Ergebnisse gewonnen durch Tierversuche sind bekanntermaßen umstitten. Dr. Hamer erklärt, daß Lungenkrebs bei Menschen ebenfalls durch einen Todesangstkonflikt erzeugt wird, paradoxerweise er oftmals erst nach der Diagnose des Arztes auftritt, da die Menschen dadurch einen Todesangstkonflikt erleiden . Daher folgen Krebserkran-kungen häufig Lungentumore, die dann als Metastasen ausgegeben werden. Von daher ist es nachvollziehbar, weshalb Dr. Hamer von seinen Kollegen gefürchtet wird. Rein statistisch kann man weitere Faktoren anfügen, daß z.B. bei jedem Ärztestreick sofort die Todeszahlen (Mortialität) sinken, bei einem Spitalärztestreick in Israel sogar um 50 Prozent. Mit Statistik läßt sich bekanntermaßen alles „beweisen“, womit deutlich gemacht werden soll, daß „echte Wissenschaftlichkeit“ immer nur im Einzelfall im individuellen Geschehen als Abbild der Wirklichkeit auftritt. Von daher ist die Arbeit mit inneren Energiebildern und die synergetische Veränderungsarbeit als wissenschaftlich anzusehen und für Selbstheilungszwecke hervorragend geeignet. Diese Arbeit passt auch in das Informationszeitalter, das an die Epoche der traditionellen wissenschaftlichen Disziplienen der Untersuchung und Erforschung der materiellen Welt anschließt.

Das richtige „Knwo how“ ist entscheident und somit die Erzeugung von intelligentem Wissen. Von daher ist das „Know how“ zur Erzeugung von Neuem sehr wertvoll und die Frage nach der Emergenz einer Methode die Qualitätsfrage überhaupt. Dies hat sich auch mittlerweile in der Psychotherapie herumgesprochen.

Prof. Dr. Friedebert Krüger hat 1999 ein Projekt gestartet, das den Verlauf und die Bedingungen psychotherapeutischer Veränderungsprozesse untersuchen soll.

Wörtlich heißt es in der Ausschreibung:

„ Grundlegend ist die Annahme, daß erfolgreiche Psychotherapien selbstorganisierte Ordnungsübergänge und damit auch Phasen kritischer Instabilität durchlaufen. Die Zielsetzung besteht darin, einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung eines schulenübergreifenden synergetischen Modells der Psychotherapie zu leisten, welches sowohl von hohem integrativen Wert als auch von hoher Praxisrelevanz für die optimale adaptive Gestaltung therapeutischer Veränderungsprozesse wäre. Das Projekt ist somit in die psychotherapeutische und psychosomatische Grundlagenforschung einzuordnen. Es orientiert sich explizit an der Theorie der Synergetik (Haken, 1990, 1992, 1996a,b). Fragestellungen und Hypothesen der Prozeßanalysen stationärer Psychotherapie Das Forschungsinteresse des Gesamtprojekts richtet sich auf das Verhältnis von Stabilität und Instabilität (mit anschließenden Ordnungsübergängen) in komplexen Systemen. Der Begriff "Destabilisierung" bezeichnet Prozesse der Auflösung bestehender Strukturen bzw. Muster. Sämtliche Entwicklungsprozesse lebender und auch sozialer Systeme durchlaufen in der Regel Phasen der Instabilität. Lernen, Funktionsentwicklung von Individuen und Organisationen sowie die spontane Entstehung von Ordnung in der belebten und unbelebten Natur beruhen auf vorübergehender Unordnung. Im Konzept der "selbstorganisierten Kritizität" nach Bak (1990) werden die von einem dissipativen, energetisch offenen System selbst hervorgebrachten, meist kaskadenhaft auftretenden Instabilitäten als wesentliches Merkmal für selbstorganisierte Entwicklung (Systemevolution) betrachtet und analysiert.

Psychotherapeutische Prozesse können als geradezu prototypisch für Phänomene der Destabilisierung und Neuorganisation von Strukturen (hier: bio-psycho-sozialer Muster) gelten. Neuere Definitionen von "Psychotherapie" greifen diese Beobachtung und die ihr zugrunde liegenden theoretischen Modelle auf (Grawe, 1998; Hansch, 1997; Kiesling, 1998; Schiepek, 1991, 1999a,b; Schiepek et al. 1995a,b; Tschacher, 1997) und sprechen von einem "Schaffen von Bedingungen für die Möglichkeit von Selbstorganisation (Ordnungs-Ordnungsübergängen) bio-psycho-sozialer Muster unter professionellen Bedingungen" (Schiepek, 1999a,b).

Wie sicher unschwer zu erkennen ist, hat die synergetische Psychotherapie die Erkenntnisse der Selbstorganisation auf Therapieprozesse übertragen, ohne diese jedoch selbst danach umzubauen. Als ich vor 12 Jahren 1988 die Synergetik Therapie definierte, die ich 1982 durch Hermann Hakens Buch „Erfolgsgeheimnisse der Natur“ kennengelernt hatte, war mir klar, daß diese Sichtweise der Wirklichkeit erst in der nächsten Generation etabliert sein würde. So sehe ich meinen Beitrag im Schwerpunkt darin, durch die Etablierung des neuen Berufsbildes des Synergetik Therapeuten auf einer breiten Basis der Umsetzung dieser Erkenntnisse mitzuwirken und dazu beizutragen, daß Menschen sich nicht nur von ihren Abhängigkeiten befreien, sondern auch ihre Krankheiten selbst auflösen können, bzw. ihre Entstehung schon in den Anfängen zu wehren. Dazu ist ein Ordnungsparameter besonders wichtig: Handlungskompetenz!

Die inneren Bilder und die dazugehörigen gleichzeitigen Erscheinungen auf der Gefühls- und Körperebene kann als ein starker Ausdruck der Wirklichkeit eines Menschen angesehen werden, denn in ihm spiegelt sich die Umwelt ebenso, wie die inneren Impulse. Wir können die äußere Realität eh nur mit der inneren subjektiven Wahrnehmungsbrille beobachten bzw. darauf mit unseren unbewußten Verhaltensmustern reagieren. Daher ist ein zentraler Ordnungsparameter in der Beurteilung von Veränderungsprozessen die innere Handlungskompetenz und die dazugehörige innere subjektive Sinngebung.

Der Satz des Chaosforschers Otto Rössler (Rössler-Attraktor) ist jedem Seminarteilnehmer zur Synergetik Thewrapie sehr bekannt: „Chaotische Dynamik entsteht durch aktives, scharfes (männliches) Eingreifen in die passive, ruhende Materie des (weiblichen) dreidimensionalen Raums“. Der Professor für theoretische Chemie gibt dazu ein anschauliches Beispiel, man solle sich dazu ganz einfach einen Topf mit Eiweiß vorstellen und einen Quirl, der beginnt, es zu schlagen...!

Dazu fällt mir das Beispiel vom Frosch ein, der in einen Topf mit Milch fällt. Er hat zwei Möglichkeiten: Resignieren und aufgeben oder solange in der Milch zappeln, bis diese zu Butter wird und herausspringen.

In diesem Sinne wünsche ich auch jedem Leser ein munteres Herausspringen aus dem Sumpf der Prägungen der Vergangenheit - ich weiß nicht, was Ihnen Ihr Arzt empfiehlt, aber um echte Veränderungen herbeizuführen, rate ich Ihnen zu synergetischen Innenweltreisen - denn dabei entsteht Neues!


Synergetik Therapie Institut
EMail: kamala@synergetik.net
Homepage: www.synergetik-therapie.de

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